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Neue Räumlichkeiten für das Haus der Familie in Jockgrim im katholischen Pfarrheim

Am 23. August 2026 wurden die neuen Räumlichkeiten des Hauses der Familie im Pfarrheim der Kirche St. Georg, Prälat-Kopp-Straße 3 in Jockgrim, offiziell und feierlich eingeweiht. Bei strahlendem Wetter und guter Stimmung kamen zahlreiche Gäste zusammen. Die Räume bieten einen angenehmen Rahmen für Begegnung, Beratung und Austausch. 

„Dieser Tag ist für mich auch eine Gelegenheit, mich bei Monika Roth, Nesibe Dogan und Rusudan Bersirova für die tolle und engagierte Arbeit zu bedanken. Nicht nur die Räumlichkeiten machen den Erfolg eines solchen Projektes aus, sondern im Wesentlichen auch die Menschen, die es mit Leben füllen“, so Bürgermeister Karl Dieter Wünstel.  

Haus der Familie: Bedarfsorientierte Angebote für alle Lebenslagen
Das Haus der Familie versteht sich als wohnortnahe Anlaufstelle für Menschen aller Altersgruppen und in unterschiedlichen Lebenslagen. Es bietet Information, Beratung und Unterstützung, es stärkt die Selbsthilfekräfte und fördert die gesellschaftliche Teilhabe. Zugleich erleichtert es den Zugang zu Angeboten aus Bereichen wie Kinder- und Jugendhilfe, Bildung, Gesundheit, Pflege, Seniorenarbeit, Integration, Inklusion und bürgerschaftlichem Engagement.

Die Arbeit richtet sich nicht allein nach den bestehenden Angeboten der beteiligten Einrichtungen. Auch die Anliegen, Wünsche und Ideen der Menschen vor Ort sollen einbezogen werden. Veranstaltungen finden sowohl zentral in Jockgrim als auch bedarfsgerecht in den drei weiteren Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde statt.


Praktisch gelebte Gemeinwesenarbeit im Landkreis
Dr. Achim Knoll, Geschäftsführer der Lebenshilfe Kreis Germersheim, nannte das Haus der Familie als tolles Zeichen für die Zusammenarbeit im Kreis Germersheim. Viele unterschiedliche Gruppen, Organisationen, Verwaltungen und Einrichtungen wirken daran mit. Er wünscht sich, dass diese sehr gute Zusammenarbeit fortgesetzt und der gemeinsame Gedanke im Landkreis weitergetragen wird.

Christoph Buttweiler, Erster Kreisbeigeordneter für Jugend, Soziales und Schulen, schloss sich dem Wunsch an. Kreisverwaltung, Jugendamt, Kommunen und weitere Beteiligte arbeiteten gemeinsam daran, vor Ort niedrigschwellige und am tatsächlichen Bedarf ausgerichtete Unterstützung zu ermöglichen. Die große Nachfrage nach den Angeboten im Haus der Familie zeige, was entstehen könne, wenn eine Idee von vielen Menschen aufgegriffen und gemeinsam umgesetzt werde.

Neue Räume für mehr Angebote und ortsübergreifende Zusammenarbeit
Seit 2019 war das Haus der Familie in Rheinzabern untergebracht. Bürgermeister Wünstel bedankte sich ausdrücklich bei Familie Götz für die tolle Betreuung und die gute Zusammenarbeit. Allerdings reichten die dortigen Räume für zusätzliche Angebote, größere Veranstaltungen und eine Weiterentwicklung nicht mehr aus, ein Umzug war unumgänglich. Gleichzeitig bestand seitens der katholischen Pfarrgemeinde Jockgrim der Wunsch, das Pfarrheim stärker mit Leben zu füllen. Nach Abstimmungen zu den baulichen Möglichkeiten und der Umgestaltung konnte der neue Standort im August bezogen werden.

Wünstel erinnerte an die Entwicklung des Hauses der Familie, die gezeigt habe und nach wie vor zeige, welchen Wert die Einrichtung für die Verbandsgemeinde Jockgrim habe. Von Anfang an sei aber auch wichtig gewesen, die Arbeit nicht dauerhaft auf einen einzelnen Standort zu begrenzen, sondern Angebote und Unterstützung auch in die andere Ortsgemeinden zu tragen. Die neuen Räume erfüllten die gestiegenen Anforderungen. Künftig könnte das Gebäude gemeinsam mit weiteren Ansprechpersonen, darunter dem Inklusionsbeauftragten, der Seniorenbeauftragten und der Gemeindeschwester plus, noch intensiver genutzt werden. Ergänzende Ausstattungsgegenstände, insbesondere für Kinder, sollen noch hinzukommen, so Wünstel und überreichte als Geschenk einen Puzzleteppich.

Segen für die neuen Räumlichkeiten
Pfarrer Dr. Maximilan Brandt erklärte, er sei dankbar, dass das Pfarrzentrum nun wieder stärker genutzt und mit Leben gefüllt werde. Anschließend segnete er die neuen Räumlichkeiten.

Nach dem offiziellen Teil blieben die meisten der Gäste vor Ort, viele weitere kamen im Laufe des Nachmittags hinzu. Bei Gesprächen und einem gemeinsamen Beisammensein wurde die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten ausgiebig gefeiert. Für ein stimmungsvolles musikalisches Rahmenprogramm sorgte Harald Laudenbach an der Gitarre.