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KIPKI-Förderung: Klimaneutraler Sportplatz in Jockgrim

Ein Sportplatz ist ein Ort der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Durch die regelmäßigen Trainings und die dort stattfindenden Sportveranstaltungen herrscht ein reges Treiben auf der Sportanlage, die Spielstunden sind mit ca. 2.300 Stunden pro Jahr im Vergleich zu anderen Sportvereinen recht hoch (Der Sportplatz hat die einzigen Großspielplätze im Ort). Es wird gemeinsam trainiert, gespielt und gefeiert. Fußball ist ein Teamsport wie kein anderer, auf den Sportanlagen lernt sich die Bevölkerung kennen, Freundschaften entstehen. Die Betriebskosten spiegeln, entsprechend das Nutzungsverhalten der Anlage wieder. Daher soll im Sinne des Klimaschutzes an der Effizienz der Anlage gearbeitet werden. Die Anlage steht allen Vereinsmitgliedern und übergeordnet allen Einwohnern der Ortsgemeinde zur Verfügung. Mit den örtlichen Kindergärten und Schulen bestehen Kooperationen, die eine Nutzung der Anlage für „Sportevents“ wie z.B. das jährliche Sportturnier der Kindergärten in der VG ermöglichen.

Aber auch durch die reguläre Vereinsnutzung geht das Einzugsgebiet des Sportplatzes, weit über die Ortsgemeindegrenzen hinweg. Die Umsetzung eines Vorbildprojekts hätte somit eine große Breitenwirkung und Vorbildcharakter für andere Vereine und auch für die sonstigen Besucher der Anlage.

Durch das Projekt sollen die Verbräuche (Energie und Wasser) auf der Sportanlage reduziert werden. Die Energieeinsparung alleine für die Umstellung auf LED Panels mit Tageslicht und Präsenzsteuerung beträgt 3.955 kWh/a und generiert eine CO2-Einsparung von hochgerechnet 3,9 Tonnen pro Jahr. Durch die Umsetzung des Maßnahmenbündels kann eine deutliche Energieeinsparung (über 50 %) und auch eine CO2-Ausstoßreduzierung erreicht werden. Auch die Umstellung auf eine Bewässerung mit einer Brunnanlage mit hocheffizienter Pumpe führt zu einer Reduzierung des jährlichen Stromverbrauchs um ca. 1.000 kWh/a und generiert gegenüber einer Bewässerung mit Trinkwasser eine Co2Einsparung von rund 2 Tonnen pro Jahr. Auch die Installation einer Fahrradstation führt zu geringen Co2-Einsparungen von 0,5 Tonnen im Jahr.

Erwiesenermaßen regt jedoch eine gute Fahrradinfrastruktur die Bevölkerung generell dazu an, häufiger das Rad zu nutzen. Die Amortisationsdauer der Investitionen ist sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht mit ca. 4-5 Jahren sehr kurz. Die Kosten stehen in einer guten Relation zu den erzielbaren Einsparungen. Zusätzlich erfolgt mit der Umstellung der Bepflanzung des westlichen Walls auf eine Frischwiese auch eine ökologische Aufwertung der Anlage. Die sonstigen Randflächen sind mit regionalen Bäumen bepflanzt, die der Anlage die notwendige Beschattung geben. Der Wall lag bislang brach. Mit Umsetzung der Maßnahmenbündels wird die Bewirtschaftung der Anlagen, sowohl unter Klimaschutzes als auch Kostenaspekten optimiert und die Anlage auf die Anforderungen durch den Klimawandel vorbereitet, daher besteht ein hohes Eigeninteresse an dem Vorhaben. Der ganzheitliche Ansatz kann zudem als sehr innovativ und Nachahmenswert gewertet werden.