Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Heimat für Insekten, Bienen, Schmetterlinge - Biologische Vielfalt verbessern

Bienen, Wespen und Schmetterlinge bestäuben 90 % aller Wildblumen und 75 % aller Nutzpflanzen. Insekten lockern das Erdreich und machen den Boden fruchtbar. Für ein gut funktionierendes Ökosystem sind sie also sehr wichtig. Insektenfreundliche Wildpflanzen und auch eine „Unkrautecke“ im eigenen Garten sind während der letzten Jahre zunehmend verschwunden. Auf den Flächen der Verbandsgemeinde Jockgrim möchten wir etwas dafür tun, die Lebensgrundlage für die Insekten zu verbessern. Ein tolles Beisspiel ist auch das Eh-da-Team der Ortsgemeinde Rheinzabern.

Blumenwiese neben der Verbandsgemeindeverwaltung

Schon der ehemalige Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim, Dr. Siegfried Schloss, hatte die Idee, den Rasen der Grünfläche neben der Verbandsgemeindeverwaltung für Insekten und Bienen stehen zu lassen. Nur ein schmaler Streifen drum herum wird regelmäßig gemäht. Ansonsten wächst im Sommer hier eine schöne Blumenweise. Weiterer Vorteil: Kosten- und Zeitersparnis, weil weniger gemäht werden muss.

Rheinzabern blüht auf

Schon seit dem Jahr 2016 schafft ein Team zusammen mit dem Bauhof der Ortsgemeinde Rheinzabern auf den sogenannten Eh-Da-Flächen (Römerstraßenallee bei der Bahnhaltestelle „Alte Römerstraße“, südlich vom Tongrubensee, auf der Gabelung Römerbadstraße-Wiesenweg, der Grundschulwiese)  Blühstreifen, kümmert sich um sie und entwickelt die Pflegestrategie weiter.

Ein Hotel für Insekten - Übernachtungsgäste willkommen

Im Rahmen der jährlichen 72-Stunden-Aktion haben die Messdiener Jockgrim ein schönes Insektenhotel gebaut. Es steht neben dem Verwaltungsgebäude und ist gut "gebucht".

Grünfläche neben der Kläranlage - zeitlich versetzt mähen

Auch die Grünfläche neben der Kläranlage soll ein Zuhause für Insekten werden. Ideal ist die sogenannte Staffelmahd, das heißt das zeitlich versetzte Mähen der Flächen. Hier ist die Südpfalzbiotope mit eingebunden. Sie gibt eine Empfehlung wie die Grünfläche zukünftig nach ökologischen Gesichtspunkten gepflegt werden können.

Wandlung von der "grünen Hölle" zum "grünen Paradies"

Das Umgestaltungskonzept der 1200 qm großen Grünfläche (hier im Winterschlaf) neben der Verbandsgemeindeverwaltung sieht beispielsweise einen Eidechsenhügel, Kräuterhochbeete oder Hecken aus Weißdorn, Liguster, Feldahorn und Rosen vor. Die Kosten in Höhe von 30.500 Euro werden zu 90 % über das Sonderprogramm des Bundes zur Förderung von Parks und Grünanlagen finanziert.

Gutes für die Natur tun:

Angesprochen sind Bauern, Winzer, Garten- und Grundstücksbesitzer, Gruppen und Vereine, Schulen und Kitas....

Mehr Info:
Aktion Südpfalz-Biotope