Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Rückblick auf die Feier vom Internationalen Frauentag im Ziegeleimuseum in Jockgrim

Der Frauentag 2010 stand unter dem Motto „Vier Gemeinden - Vier Berufe“ und die Theatergruppe Querschnitt zeigte das Theaterstück „Du Mann- Ich Frau“.

Für die vier Ortsgemeinden standen die Architektin Frau Doris Flügel aus Rheinzabern, Frau Janine Fischer aus Hatzenbühl für die Bamberger Bürstenbinder, die Künstlerin Frau Silvia Mielke aus Jockgrim und Frau Marianne Stein stellte ihren Beruf auch gleich praktisch mit der Theatervorstellung vor. Zu ihren Redebeiträgen brachten die Referentinnen ihre Arbeit auch gleich anschaulich mit. So konnten die Besucherinnen an Magnettafeln Arbeiten der Architektin sehen, am Stand Bürsten kaufen und eine kleine Kunstaustellung bewundern.

Aus dem Verbandsgemeindebereich fanden Einhundertfünfzig Frauen den Weg ins Ziegeleimuseum. Zur Begrüßung bekamen Sie ein Glas Sekt oder Orangensaft und an Ihrem Sitzplatz fanden Sie einen kleinen essbaren Willkommensgruß.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte die Gleichstellungsbeauftragte Jutta Bauer ihre Gäste und stellte das heutige Berufsbild der Frauen vor. Zum Nachdenken anregen sollte, dass man noch vor zehn Jahren als arbeitende Frau unschön als „Rabenmutter“ bezeichnet wurde.“ Heute ist es für eine Frau ein fast unbezahlbarer Luxus, zuhause zu bleiben und nicht arbeiten zu gehen“, so Bauer

Als erste Referentin stellte Frau Doris Flügel ihr Berufsbild Architektin per Beamer vor. Die Besucherinnen erfuhren hierbei von den Schwierigkeiten damals als Frau zu studieren und dann auch später in diesem Beruf tätig zu sein. Von Frau Flügel erhielten die Frauen einen Einblick ins Baurecht, der Arbeit vor Ort auf dem Bau und über die Feinheiten sich als Frau in einer sogenannten Männerdomäne durchzusetzen.

Für die beiden anderen Referentinnen Frau Janine Fischer und Silvia Mielke war dieser Abend ihr erstes Debut als Rednerinnen. Dies meisterten Sie aber beide mit Bravour.

Frau Janine Fischer aus Hatzenbühl erzählte ihren Werdegang zum Vertrieb der Bamberger Bürstenware. Ihren erlernten Beruf konnte Sie nach der Geburt ihrer beiden Kinder nicht mehr ausüben und kam so von der Existenzfrage: „Wie soll es jetzt weitergehen?“, über ihre Tante wieder zurück auf ihre alten Wurzeln der Bamberger Bürstenbinder. So kam es dann auch, dass es nun in Hatzenbühl einen kleinen Laden gibt und Frau Fischer auf Märkten anzutreffen ist.
Frau Silvia Mielke, die Vertreterin aus Jockgrim, stellte ihren beruflichen Werdegang als Künstlerin vor. Auch Sie war nach der Geburt ihrer beiden Kinder ganz für ihre Familie da. Wenn es ihre Zeit zuließ, interessierte Sie sich allen Widrigkeiten zum Trotz weiterhin für Kunst. Mit der Eröffnung der Kunstschule Villa Wieser in Herxheim besuchte Sie dort Kurse und konnte sich endlich mit Gleichgesinnten austauschen. Nun arbeitet Sie schon 16 Jahre mit Telefonbüchern und Holz und ist hierbei recht erfolgreich.

Nach den Vorträgen konnten die Gäste sich am leckeren Büfett von Frau Sabine Zaucker stärken, bevor es mit dem nächsten Programmpunkt, dem Theaterstück „Du Mann – Ich Frau“ weiterging.

Mit ihrer Gruppe „Querschnitt“ stellte die Theaterpädagogin Frau Marianne Stein ihren Beruf den Besucherinnen vor. Die Theatergruppe „Querschnitt“ versuchte die Frage „Was macht die Beziehung zwischen Mann und Frau oft so Schwierig? “ zu ergründen. Dabei kamen Sie zum Ergebnis: Männer und Frauen sind nicht besser oder schlechter, nur einfach unterschiedlich! Die verschiedenen Szenen waren aus dem täglichen Leben gegriffen und so manche Besucherin erkannte sich hier wieder.

Das auf anspruchsvollem Niveau vorgetragene Stück erntete dann auch sehr viel Beifall bei den Besucherinnen. Auch der zu Anfangs von den Schauspielerinnen ausgeteilte Fragebogen wurde von den Frauen gerne ausgefüllt und am Ende mit dem Ergebnis an der Tafel verglichen.
Die vier Schauspielerinnen waren Frau Simone Böhm, Frau Regina Seyfried, Frau Cornelia Hoffmann und die verantwortliche Regisseurin und Theaterpädagogin Frau Marianne Stein. Verantwortlich für Technik war Frau Beate Doser. Rundum ein gelungenes Frauenensemble.

Nach dem Theaterstück gab es noch jede Menge Gelegenheit sich nach oder beim Dessert zu unterhalten und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.


Damit so ein wunderbarer Abend für die Frauen überhaupt zustande kommen kann bedarf es Menschen,  die sich für diesen Abend einsetzen. Unterstützung für diesen Abend bekam die Gleichstellungsbeauftragte von Bürgermeister Uwe Schwind, Ortsbürgermeister Jörg Scherer aus Jockgrim, Ortsbürgermeister Gerhard Beil aus Rheinzabern, Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin aus Hatzenbühl, Ortsbürgermeister Emil Heid aus Neupotz, den beiden ortsansässigen Banken die VR Bank Südpfalz eG und der Sparkasse Germersheim Kandel. Diese haben den Abend finanziell bzw. mit Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipements unterstützt. Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, welche im Hintergrund für das Gelingen des Abends beigetragen haben.