Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Stimmungsvolle Veranstaltung der Verbandsgemeinde zum Internationalen Frauentag 2017

Britta & Christian Habekost lasen aus der Fortsetzung ihres Erfolgsromans „Elwenfels“
   
   
   
   

   
    
   

    
    
   
   
   
   

März 2017 - Rundherum strahlende, bestens gelaunte Gäste und Akteure bescherte die Feier der Verbandsgemeinde zum Internationalen Frauentag am vergangenen Freitag. Die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde, Jutta Bauer und ihr Team hatten im Hatzenbühler Bürgerhaus einen Abend vorbereitet, der Informatives zum Frauentag bot, mit kulinarischen Genüssen aufwartete und als Höhepunkt eine spannend-humorvolle Krimilesung mit Britta und Christian Habekost bereit hielt.

Jutta Bauer bedankte sich in ihrer Begrüßung zuallererst bei den vielen Unterstützern, die seit Jahren die Feier, zu der sich auch in diesem Jahr wieder gut zwei Handvoll Männer dazu gesellten, möglich machten. Es sind der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Uwe Schwind, alle Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde, die Sparkasse Germersheim-Kandel, die VR-Banken Südliche Weinstraße und Südpfalz eG sowie die Fotografin Gerti Werling und nicht zuletzt Sabine Zaucker mit ihrem Catering-Team.

„Ich möchte heute, aus Anlass des Internationalen Frauentages, der weltweit am achten März gefeiert wird, über die Rechte von Frauen in Deutschland und international sprechen“, kündigte Bauer einen kurzen Vortrag an. Im Jahr 1911 begann die Geschichte des Internationalen Frauentags mit Kundgebungen von Frauen, bei denen sie für Gleichberechtigung und gegen Gewalt an ihrem Geschlecht demonstrierten.
Bis heute kämpfen Frauen dafür, dass sie den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit wie Männer bekommen. Gewalt gegen Frauen ist weltweit immer noch stark verbreitet. Sie beginne laut Jutta Bauer mit Schlägen innerhalb der Familie, auch das Verschleierungsgebot sei ein Ausdruck von Gewalt gegenüber dem weiblichen Geschlecht. In vielen Gesellschaften seien Mädchen immer noch Menschen zweiter Klasse, werden nach der Geburt getötet und noch als Kind verheiratet. In Deutschland bestehe die Gefahr von Altersarmut besonders bei Frauen, da sie durch Teilzeit-Arbeit, Schwangerschaften und Erziehungszeiten meist weniger Beschäftigungsjahre als Männer aufweisen würden und dadurch auch deutlich geringere Rentenansprüche hätten. Erschreckend sei auch der Anstieg von Gewalt gegen Frauen im Internet und die immer noch stark sexistisch gesprägte Rolle von Frauen bei Werbung, beendete Jutta Bauer ihren kritischen Einwurf zum Anlass der Feier, der oft mit einem Kopfnicken aus den Reihen der Zuhörer bestätigt wurde.

Nach den ersten beiden Gängen des variantenreichen Buffets betraten die beiden mit großer Vorfreude erwarteten Autoren Britta und Christian Habekost die Bühne. Die beiden lasen nach dem großen Erfolg im Vorjahr an gleicher Stelle in diesem Jahr aus ihrem zweiten gemeinsam geschriebenen Krimi. Er trägt den Titel „Elwenfels2 – Die Legende geht weiter“ und ist das zweite Buch um Carlos Herb, Privatdetektiv aus Hamburg, der in der Pfalz ermitteln muss.
„Ich rate ihnen, sich gut hinzusetzen, genug zu Trinken bereit zu stellen, denn wir werden unsere Lesung ohne Pause gestalten“, empfahl Christian Habekost in bester Plauderlaune seinem Publikum. Für Alle, die im Vorjahr nicht schon Auszüge aus Elwenfels1 hören durften oder das erste Buch noch nicht gelesen hatten, stellte der Autor und Comedian den „imaginären“ Ort und seine Einwohner vor. „Wir haben diese Dorf erfunden, es existiert nicht“, betonte er. „Wenn wir so sein könnten, wie wir wollten, wären wir alle Elwenfelser“, beschrieb er die Menschen in dem fast idealen Dorf. Dessen Einwohner würden nämlich alle die Eigenschaften vereinen, die das Wesen der Pfälzer ausmachen würden.

Bevor die beiden in das erste Kapitel, zum besseren Verständnis aus dem ersten Elwenfels-Buch, einstiegen, meinte der Autor: „Ihr dürft eure Emotionen gerne rauslassen, egal wo sie bei Euch sitzen!“ Gut fand er, dass viele Frauen da wären, denn Frauen würden viel freier, spontaner mit ihren Emotionen umgehen, ganz anders wie die meisten Männer, wie er auch sofort köstlich demonstrierte. 
„In unserem ersten Buch findet ein „Culture Crash“ statt“, erzählte Britta Habekost zu der Atmosphäre der beiden Bücher, „denn der kühle Hanseate Carlos Herb trifft auf eine lebhafte Dorfgemeinschaft, in der Frauen noch dazu eine tragende Rolle spielen. Sie besitzen beinahe spirituelle Kräfte und haben eine tiefe, ursprüngliche Verbindung zur Natur, zur Mutter Erde.“ Fantastische Wesen, Mystische Elemente würden das Besondere von Elwenfels, das wie eine autonome Insel im Pfälzerwald liege, unterstreichen.
Ganz handfest und rau stiegen die beiden jedoch erst einmal in ihr zweites Buch ein. Sie nahmen ihre aufmerksamen Zuhörer mit in das Hamburger Millerntor-Fußballstadion, wo der 1. FCK auf St. Pauli traf. Endlich, nach langer sehnsuchtsvoller Zeit, traf dabei auch Carlos Herb wieder auf drei seiner geliebten Elwenfelser Freunde, die als Schlachtenbummler mit an die Alster gekommen waren. In Dialogform, immer wieder in köstlichem Dialekt, wurde das Aufeinandertreffen der alten Freunde beschrieben. Das Publikum fühlte mit, lachte mit, fieberte mit, als die Pfälzer Gäste mit ihrem Hamburger Freund nach dem Fußballspiel durch die Stadt zogen. Herzhafte Lachsalven provozierte das Duo, das die Textpassagen lebhaft und mit köstlicher Gestik vortrug, als sie im nächsten Kapitel den Besuch der Pfälzer auf der Reeperbahn und besonders in einem gut sortierten Sexshop beschrieben. Immer wieder tauchte der unausgesprochene Wunsch von Carlos Herb auf, doch endlich wieder nach Elwenfels eingeladen zu werden, das Fleckchen Erde besuchen zu dürfen, wo er so glücklich war. Immer ungeduldiger wurde er und die Spannung wuchs auch unter den Zuhörern, als die drei Elwenfelser ihrem Freunde besorgt von einer ungewollten Invasion Fremder in ihrem Wald erzählten. Vielleicht könnte dies ein Anlass sein, dass Herbs Hilfe in Elwenfels nützlich wäre. Sein Sehnen wurde zum Glück für ihn und für seine pfälzischen Freunde erhört, wie das Publikum in der von ihm ausdauernd geforderten Zugabe erfuhr. Darin gaben die beiden Autoren eine ruhige, mystische Stimmung mit ganz fein dosiertem Humor wieder, mitten drin befand sich der vom Pfalz-Virus infizierte Hamburger und wurde in gut behütete, spirituelle Geheimnisse des Dorfes eingeweiht. Nach dem letzten Wort freuten sich Britta und Christian Habekost über den heftigen Applaus des Publikums, das den Abend und die kurzweilige Lesung sichtlich genossen hatte.

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