Europäisches Führungszeugnis Erteilung

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Bürgerinnen und Bürger die - neben oder anstatt der deutschen - die Staatsangehörigkeit eines oder mehrerer anderer Mitglied­staaten der Europäischen Union besitzen und ein Führungszeugnis beantragen, erhalten vom Bundesamt für Justiz zwingend ein sogenanntes Europäisches Führungszeugnis. Das Europäische Führungszeugnis enthält neben dem deutschen Führungszeugnis die Mitteilung über Eintragungen im Strafregister des Herkunftsmitgliedstaates in der übermittelten Sprache, sofern der Herkunftsmitgliedstaat eine Übermittlung nach seinem Recht vorsieht.

Ein erweitertes (deutsches beziehungsweise Europäisches) Führungszeugnis benötigen Sie, wenn Sie - insbesondere auch ehrenamtlich - im Kinder- und Jugendbereich tätig werden (zum Beispiel Schule, Sportverein) oder mit pflegebedürftigen Personen beziehungsweise Menschen mit Behinderungen arbeiten wollen. In ein erweitertes Führungszeugnis werden auch Verurteilungen aufgenommen, die im einfachen Führungszeugnis nicht enthalten sind und sich insbesondere auf Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sowie kinder- und jugendbezogene Delikte beziehen.

Erforderliche Unterlagen

  • Unterlagen, die Ihre Identifikation ermöglichen (z.B. einen mit Lichtbild versehenen Ausweis)
  • bei erweitertem Europäischem Fühungszeugnis: schriftliche Aufforderung von der Person, die das erweiterte Führungszeugnis von Ihnen verlangt

Kosten

Die Gebühr für die Beantragung eines Europäischen oder eines erweiterten Europäischen Führungszeugnisses beträgt 13 Euro.



Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer von Anträgen auf Erteilung eines (erweiterten) Europäischen Führungszeugnisses hängt von der Gesamtzahl der zu bearbeitenden Anträge sowie von der Bearbeitungsdauer durch den Herkunftsmitgliedstaat ab. Der Herkunftsmitgliedstaat soll die erforderlichen Daten aus seinem Strafregister innerhalb von 20 Werktagen übermitteln.   

Rechtsgrundlage(n)

Hinweise (Besonderheiten)