Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Rosenmontagstreff in der Verbandsgemeindeverwaltung

Stelldichein von Fasenachtsbegeisterten Freunden am Rosenmontag Bürgermeister Karl Dieter Wünstel lud ins Rathaus der Verbandsgemeinde

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Ein fröhliches, buntes Völkchen von kleinen und großen Narren fand sich am Rosenmontag am 4. März 2019 im Ratssaal der Verbandsgemeinde ein. Bürgermeister Karl Dieter Wünstel hatte zum zweiten Mal närrische Abordnungen aus den vier Gemeinden eingeladen. Gerne nutzten die Fasenachter aller Ortsgemeinden die Chance, ins Rathaus zu kommen, sich mit den närrischen Freunden aus den Nachbargemeinden zu treffen, gemeinsam zu plaudern und zu feiern. Er war bestens auf den tollen Ansturm vorbereitet und begrüßte die Besucher aus Hatzenbühl und Jockgrim, Neupotz und Rheinzabern. In diesem Jahr mit dabei waren auch die Wiler Zipfel, die eng mit dem Jockgrimer Elferrat befreundet sind und alle zwei Jahre von Weil am Rhein extra in die Südpfalz kommen.

Nach einem ersten Durchgang mit den jeweiligen Schlachtrufen, es erschallten „Helau, Rhe-Na, Hatze-Behl und Narri-Narro“, gab es eine Premiere im Rathaus. Zum ersten Mal traten zwei Tanzgruppen des Rheinzammer Hofstaats auf. Unter der Regie von Rezzan Eßwein tanzten drei Mama-oder-Papa-Kind-Paare der Rheinzammer „Springerle“. Danach berührten die Mädchen der Elfengarde mit ihrem Tanz die Herzen der Zuschauer. Unter den kleinen Gardemädchen war auch das Geburtstagskind Lena, das natürlich von allen ein Ständchen gesungen bekam.

Die zweite Überraschung an diesem Tag servierte Wünstel selbst. Er trug wagemutig eine stilechte, sechsseitige Büttenrede vor. „Ich benn noch nid so de Fasenachter-Held, schnell wehr'n Ehr um gute Pointe geprellt“, räumte Wünstel vor seinem Start ein. Deshalb dienstverpflichtete er den erfahrenen Fasenachter Christian Metz, der - entsprechend seiner Rolle im Rahmen des Büttenabends - an passenden Stellen das Zeichen für einen „Tusch“ mit Konfetti gab. Zügig legte Bürgermeister Wünstel dann los, begrüßte in gepflegtem Pfälzisch noch einmal, diesmal gereimt, die Gäste. Kurz blickte er auf das letzte Jahr und seinen ersten Rosenmontagstreff zurück: „Die Fasenachter-Briefung häb ich grad sou bestanne, de Rescht ledscht Johr esch dann ganz gut noch gange. Mit Reschbegd unn ganz schäi schwässnass, häb ich dann gemerkt, des macht jo sogar Spaß. Ich frää mich, dass ehr do sinn, unn feiren mit mir. Greifen gärn zu - bei Brezle, beim Sekt und beim Bier. Beim Bleedsinn do halte mer zamme in dere VG, mir feiren die Fasnacht, des wird' widder schäi. Uff die Fasenacht in de VG unn die ganz Narreschar, eh dreifachs Helau, Helau unn Rhe-Na.“

Munter sinnierte er über Räte und Bürgermeister und verglich die Politik mit der Fasenacht. Immer wieder vergab er wohlgemeinte Punkte für die Gruppe, die beim jeweiligen Vergleich besser abschnitt. Sei es die Zahl der Helfer, die Bewirtung während der Sitzungen, Sitzungspräsident verglichen mit dem Bürgermeister oder der Anteil des Humors in den Sitzungen. Letztlich schnitten die Fasenachter stets deutlich besser ab, was niemanden wirklich wunderte. Immer wieder zog Wünstel das Fazit „Beim Bleedsinn do halte mer zamme in dere Verbandsgemä, mir feiren die Fasnacht, ach esch's heit sou schäi.“ Als der Punktestand deutlich pro Fasenacht zeigte – die Fasenachter hatten alle Punkte eingeheimst, hörte er auf zu zählen. Stattdessen schilderte er, was wäre, wenn die Ortsbürgermeister einfach die närrischen Gepflogenheiten in den politischen Alltag einfließen lassen würden. Dies brachte ihm viele herzhafte Lacher ein. Im Anschluss übergab er das Wort an seine Gäste.

Endlich war wieder einmal eine Delegation aus Hatzenbühl vor Ort, die allerdings bedauerte, dass es dieses Jahr noch nicht mit einem bunten Abend in der eigenen Gemeinde geklappt habe. Sie ließen es sich jedoch nicht nehmen, nach Jockgrim zu kommen, „um zu danse, singe und lache und um demm KDW ä Fräd zu mache!“

Für den Neupotzer Neuner-Rat sprach Betty Burk. Die Neupotzer Fasenacht hätte in diesem Jahr ein närrisches Jubiläum mit „drei mal elf“ gehabt. Da die Fasenacht jedoch aus nachvollziehbaren Gründen abgesagt wurde, werde das Jubiläum auf das nächste Jahr verschoben. Gerne erinnerte sie jedoch an die Motti der letzten Jahre, die Bürgermeister Wünstel sehr frei übersetzen durfte.

André Westfeld, Sitzungspräsident der Jockgrimer Fasenacht, hielt eine närrische Hommage an die Fasenacht in der Verbandsgemeinde. „Wir erleben hier in der Verbandsgemeinde jede Menge Herzblut und Humor in der Faschingszeit. Jede Gemeinde feiert die Fasenacht auf ihre eigene, liebenswerte Art!“ Sein Lobgesang auf diese Traditionen und die gewachsene Freundschaft zwischen den einzelnen Gemeinden endete mit einem fulminanten Gruppenschlachtruf.

Vom Hofe zu Rhe-Na konnte Hofmarschall Christian Lauer seinem Vorredner aus ganzem Herzen zustimmen. „Die vier Gemeinden sind in den letzten Jahren zusammen gewachsen. Die Fasenachter sind echte Freunde geworden und unterstützen sich gegenseitig.“ Bei soviel Harmonie lag es für ihn natürlich nahe, das Rheinzammer Prinzenpaar Prinz Guido I. und Prinzessin Sarina I. kurzerhand zum Prinzenpaar der ganzen Verbandsgemeinde Jockgrim zu erklären. Eine kurze Rede des Ehrenhofmarschalls Raymund Broßardt aus Rheinzabern und eines Wiler Zipfels rundeten den offiziellen Teil ab, danach wurde noch ausgiebig gemeinsam getanzt und gefeiert.

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