Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Kurzweiliger Reisebericht zur Pilger-Fahrradtour nach „Santiago de Compostela“ eröffnete die neue Veranstaltungsreihe

Zur Eröffnung der Veranstaltungsreihe „Unsere Heimat und wir“ konnte Bürgermeister Karl Dieter Wünstel 110 interessierte Besucher im Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung in Jockgrim begrüßen. Emil Heid und sein Radfahrkollege Ruprecht Harnisch (Robby) berichteten interessant und kurzweilig über ihre Pilgertour nach Santiago de Compostela, auf der sie insgesamt 2.483 km mit dem Rennrad zurückgelegt haben.

Heid, ehemals Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Neupotz, führte zusammen mit seinem Pilgerbruder Robby informativ und mit lustig gestalteten Dialogen durch den anderthalbstündigen Reisebericht.

v.l.n.r.: Heid Emil, Bürgermeister Karl Dieter Wünstel und Ruprecht Harnisch beim Besprechen ihres Pilgerpasses

Für ihre 27-tägige Pilgerradtour mit leichtem Gepäck, einem Rucksack mit nur 2 kg Gewicht, gefüllt nur mit dem Nötigsten, wählten Emil Heid und Ruprecht Harnisch den mittelalterlichen Pilgerweg von Straßburg nach Santiago de Compostela. Sie machten insgesamt 24-mal Halt in verschiedenen Unterkünften. In den von ihnen angefahrenen Orten suchten sie dabei ganz gezielt nach Kirchen, da es hier meistens eine Gaststätte für Verpflegung oder einen Schlafplatz gab. Pilgerherbergen, in Spanien „Refugios“ genannt, werden in 3 Gruppen: Fußgänger, reitende Pilger und Fahrradfahrer, eingeteilt. Dabei werden Fußgänger und Reiter bei der Zimmervergabe den Radfahrern vorgezogen. Die Unterkünfte waren sehr unterschiedlich und bei den einfacheren Schlafgelegenheiten halfen die Pilger ganz selbstverständlich beim Bett abziehen und gemeinsamen Geschirrspülen mit. Auf der Pilgertour haben Beide so einiges erlebt und auch sehr viel Hilfsbereitschaft erfahren. Schöne Erinnerungen haben beide unter anderem an die überraschende Gewährung einer Schlafstätte in einem Wohnwagen mit dazugehörigem Abendessen und Frühstück als Not am Mann war, das sich öfter wiederholende Zufallstreffen mit ihrem Pilgerkollegen „Emil“ aus der Schweiz, eine englische Touristin, die die schönsten Bilder für sie machte und auch die schönen Pilgerhütten auf der Route.

Eine Überraschung erlebten sie in der Kathedrale von Léon. Hier wurde Emil Heid wegen seines Trikots angesprochen. Unverhofft waren sie auf einen Bekannten, Ernst Wünstel aus Hatzenbühl, getroffen, der über die Trikotwerbung der heimischen Firmen auf die beiden aufmerksam wurde. Noch viele weitere kleine Erlebnisse und Erzählungen, dargeboten in einem erfrischenden Dialog zwischen Emil Heid und Ruprecht Harnisch, sorgten bei den interessierten Besuchern für Kurzweil und Heiterkeit.

Die Tour der Beiden endete mit einem Besuch des Gottesdienstes in der Kathedrale von Santiago de Compostela und der Pilgerurkunde, ausgestellt vom Kirchenrat der dortigen Kathedrale Santa Apostólica Metropolitana.

Nach all den Strapazen feierte Emil Heid dann noch seinen 75. Geburtstag zusammen mit seiner eigens dafür angereisten Familie in einem Parador (Spanische Hotelkette im Staatseigentum).

Team Vorbereitung für den Vortrag

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