Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Unternehmensbesuch bei Agriluna Ölmühle Rheinzabern

Die Herstellung der Öle erfolgt durch das Quetschen der Saaten durch die Pressschnecke

v. li. Bürgermeister Uwe Schwind, Patrick Marz

 


   
      

Juli 2015 - Im Rahmen seiner Besuchsreihe bei Unternehmen der Verbandsgemeinde war Bürgermeister Uwe Schwind dieses Mal zu Besuch bei Landwirt Patrick Marz und seiner  Frau Tina Marz, die seit 2010 die Agriluna Ölmühle in Rheinzabern betreiben. Die Ölmanufaktur bietet entweder im Hofverkauf oder über das Internet hochwertige Qualitätsöle und Saate aus eigener Produktion an. Neben den dafür nötigen Leinpflanzen, Raps, Mohnpflanzen, Leindotter, Hanf, Kürbissen und Amaranth werden auf dem Hof von Familie Marz zusätzlich Getreide, Mais und Zuckerrüben angebaut. Den landwirtschaftlichen Betrieb, der ursprünglich seinen Schwerpunkt im Tabakanbau hatte, hat Patrick Marz von seinen Eltern Alois und Johanna Marz übernommen.

Nach Ende des Tabakanbaus in seinem Betrieb stand Marz vor der Wahl, sich mit Gemüseanbau ein zweites Standbein aufzubauen oder neue Wege zu gehen. Da er seinen ortsansässigen Kollegen keine Konkurrenz machen wollte, entschloss er sich, eine fast vergessene Tradition aufzugreifen: in früheren Jahren wurde in vielen Mühlen in der Südpfalz, u. a. auch in der ehemaligen Dorfmühle von Rheinzabern, das Pressen von Öl angeboten. Heute findet man abgesehen von der Agriluna Ölmühle im Umkreis von 100 km keine weitere Ölmanufaktur mehr.

Tina Marz ist im Hautberuf engagierte Heilpraktikerin und weiß um die gesundheitsfördernde Wirkung vieler Öle. Die dreifache Mutter unterstützt ihren Ehemann in der Landwirtschaft, im Verkauf und in der Logistik. Die moderne Webseite beispielsweise hat sie in Eigenregie aufgebaut und der Onlinehandel nimmt mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert beim Verkauf der Öle ein. Bestellungen über www.agriluna.de kommen beispielsweise auch aus dem Raum Köln oder Berlin. 

Im Gespräch mit Bürgermeister Schwind hob der begeisterte Landwirt hervor, dass er auf einen umweltfreundlichen Anbau und die frische Verarbeitung der Saaten sehr großen Wert legt. Bei der Bearbeitung seines Ackerbodens achtet er deshalb auf die pfluglose Bearbeitung der Böden, abwechslungsreiche Fruchtfolgen, Verzicht auf Klärschlamm, Düngung nach dem Prinzip „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, die Aktivierung von Bodenleben durch verrottete Pflanzenreste, genfreie Saaten und den direkte Einsatz von Bienvölkern hiesiger Imker. Die Saaten werden in Hatzenbühl, Jockgrim und Rheinzabern angebaut. Nach der Ernte kommen sie direkt auf den Hof von Familie Marz und werden in der hofeigenen Mühle zu frischem Qualitätsöl gepresst und in Flaschen abgefüllt. Die Flaschen werden anschließend mit einem von Patrick Marz selbstentworfenen Flaschenetikett versehen.

Schwind zollte Familie Marz großen Respekt dafür zu, dass sie nach dem Ablauf der Tabaksubventionen bereit waren, diesen innovativen Schritt zu gehen. Schließlich hätte Marz auf keinerlei Erfahrungswerte aus der Region zurückgreifen können. Er würdigte darüber hinaus, dass die Agriluna Ölmühle mit dem deutschlandweiten Vertrieb ihrer einzigartigen Produkte einen Beitrag zur überregionalen Bekanntheit von Rheinzabern leisten würde.

zurück zu Unternehmensbesuche

zurück zu Neuigkeiten

Kontakt

  • Agriluna-Ölmühle
  • Am Schlittweg 6
  • 76764 Rheinzabern
  • Tel. (0172) 78 73 997
  •  
  • E-Mail
  •   
  • Webseite