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Feierliche Einweihung der neuen Dienststelle der Malteser im Schwesternhaus Hatzenbühl


Die Malteser Hatzenbühl haben am 31. Mai 2026 ihre neue Dienststelle im traditionsreichen Schwesternhaus Hatzenbühl feierlich eingeweiht. Bürgermeister Karl Dieter Wünstel begrüßte die zahlreichen Gäste in seiner Eigenschaft als Kreisbeauftragter der Malteser im Landkreis Germersheim:

„Wir sind überglücklich, die neue Dienststelle nun wieder im Schwesternhaus eröffnen zu können. Hier finden wir nicht nur funktionale Räumlichkeiten für die vielfältigen Dienste, sondern auch eine zentrale Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe brauchen oder sich ehrenamtlich engagieren möchten. Es war früher schon und ist nun wieder ein Ort der Begegnung und des Helfens“, so Wünstel.

Er ermunterte alle, die die Malteser unterstützen wollen, dem neugegründeten Förderverein beizutreten. Dieser unterstützt die Arbeit der Malteser in Hatzenbühl finanziell und ideell. Die Mitgliedsbeiträge und gerne auch Spenden finanzieren u. a. ehrenamtliche Projekte, die durch reguläre Zuschüsse nicht vollständig gedeckt sind.

In ihren Grußworten hoben Dr. Thomas Gebhart (MdB), Matthias Geist (stellv. Diözesanleiter) und Christian Betzel (Brand- und Katastrophenschutzinspekteur - BKI für den Landkreis Germersheim) die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor. Gemeinsamer Tenor war, dass dieses freiwillige Engagement das Rückgrat unserer Gesellschaft bildet und den Maltesern ihre einzigartige Stärke verleiht. Dabei wurde besonders hervorgehoben, wie entscheidend die ehrenamtliche Bereitschaft für einen funktionierenden Katastrophenschutz und die vielfältigen sozialen Dienste ist, die die Malteser täglich leisten.

Das abwechslungsreiche Programm ermöglichte den Besuchern, die Malteser in all ihren Facetten kennenzulernen. Zwischendrin gab es einen kurzen Regenguss. Nach 30 Minuten konnte das Programm aber wie geplant fortgeführt werden. Es gab nicht nur ein Theaterstück der Malteser Kindertheatergruppe, sondern auch Informationsstände zum Hausnotruf, zur Arbeit der Malteser Jugend und zum sozialen Ehrenamt. Großen Anklang fand auch der Demenzparcours. Am Nachmittag erhielt die neue Dienststelle durch Pfarrer Marco Richtscheid (Pfarrei Mariä Heimsuchung) und Pfarrer Dr. Maximilian Brandt (Diözesanseelsorger der Malteser Jugend) den kirchlichen Segen. 

Highlights, die im Außenbereich besichtigt werden konnten, waren das Küchenmodul und der Einsatzleitwagen – beide fest eingebunden in den Katastrophenschutz des Landkreises Germersheim. 

Das innovative und mobile Küchenmodul für die Schnell-Einsatz-Gruppe ist für die Versorgung einer großen Anzahl von Menschen im Katastrophenfall oder bei Großveranstaltungen konzipiert:

  • Zwei Kippbräter à 80 Liter ermöglichen die Zubereitung und Ausgabe von Speisen wie Geschnetzeltem in großen Mengen.
  • Zwei große Kochtöpfe mit jeweils 150 Liter Fassungsvermögen sind ideal für Gulaschsuppe oder Erbseneintopf.
  • Spezielle Nudeleinsätze können jeweils 5 kg Nudeln aufnehmen.
  • Zwei zusätzliche Kochfelder bieten die Möglichkeit, Soßen oder vegetarische Speisen zuzubereiten und individuelle Ernährungsbedürfnisse oder Unverträglichkeiten zu berücksichtigen.
  • Ein leistungsstarker Konvektomat mit 20 Einschubfächern kann beispielsweise innerhalb von nur 15 Minuten 150-300 Schnitzel garen.
  • Die Ausstattung umfasst zudem eine erweiterbare Schneidfläche über der Spüle, zwei Handwaschbecken, einen Belüfter und wird komplett mit Gas betrieben.
  • Das gesamte Modul ist platzsparend zusammenschiebbar, was den Transport und die Lagerung erheblich vereinfacht.

Ebenso beeindruckend war die Präsentation des Einsatzleitwagens (ELW). Dieses Fahrzeug dient bei medizinischen Großschadenslagen als mobile Führungsstelle. Es unterstützt Führungskräfte wie den Leitenden Notarzt und den organisatorischen Leiter Rettungsdienst bei der Koordination zahlreicher Patienten, der Zuweisung zu Krankenhäusern und der Kommunikation mit der Leitstelle. Ausgestattet mit modernster Kommunikationstechnik wie Digitalfunk, Telefonen und Computern, gewährleistet der ELW den ständigen Kontakt zu allen relevanten Stellen. 

Unter den Gästen waren Dr. Thomas Gebhart (MdB), Uwe Schwind (Bürgermeister a.D), Matthias Geist (stellvertretender Diözeseanleiter), Christian Betzel (erster hauptamtlicher Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) für den Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz, die Beigeordneten der Verbandsgemeinde Jockgrim Helmut Gurlin und Alexandra Hirsch, Gerald Job (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bellheim), Stephan Reis (ehemaliger Wehrleiter der Feuerwehr der VG Jockgrim), Heinz Guttenbacher (Ehrenwehrleiter), Philipp Schmitt (ehemaliger Brand- und Katastrophenschutzinspektor), Ortsbürgermeister Steffen Scherer sowie  Engagierte aus der Ortsebene, aus der Kreisebene, Kameradinnen und Kameraden der verschiedensten Hilfsorganisation von der Feuerwehr über das DRK bis zu sonstigen Malteserorganisationen .

Wer dem Förderverein der Malteser beitreten möchte, kann sich bei Bürgermeister K. D. Wünstel unter der E-Mailadresse buergermeister@vg-jockgrim.de melden.