Ameise Tapinoma magnum
Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, breitet sich in der Südpfalz weiter aus und ist nun auch in der Verbandsgemeinde Jockgrim angekommen. Die Bekämpfung der großen Kolonien ist sehr schwierig.
Wichtige Merkmale zur Erkennung:
| Lebensraum | Die Tapinoma magnum bevorzugen warme, sonnige und trockene Bereiche sowie sandige Böden unter Pflastersteine. Im Grünen und im Rasen fühlt sich die Ameisenart nicht wohl.
Sie kommen oft in Gärten, in der Nähe von Häusern oder in Pflasterritzen vor und lassen sich in trockenen Hohlräumen nieder. |
| Ameisennester /-straßen |
Die Ameisennester sind auffällig groß, oft mit sehr vielen Tieren. |
| Kolonien |
Sie bilden riesige, weit verzweigte Superkolonien, die viele Königinnen umfassen. |
| Aussehen |
Ameisen der Tapinoma-Gattung weisen oft Größenunterschiede auf. Ihre Körpergröße liegt zwischen drei und vier Millimetern. Wenn alle beobachteten Ameisen gleich groß sind, handelt es sich wahrscheinlich um eine heimische Art. |
| Geruch |
Bei Gefahr oder Zerquetschung verströmen die Ameisen einen unverkennbaren Duft nach verbranntem Gummi. |
| Knoten |
Ameisen haben einen Knoten zwischen Vorder- und Hinterleib. Bei Tapinoma magnum ist der Knoten flach und vom Hinterleib verdeckt. |
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Puppen |
Ameisen werden in zwei Typen von Puppen kategorisiert: Nacktpuppen und Puppen im Kokon. Tapinoma magnum schlüpft aus nackten Puppen ohne Kokon. Schon im Puppenstadium sind Details der Tiere, wie zum Beispiel Beine oder Antennen, erkennbar. Eier und Puppen sind weiß-transparent gefärbt. |
Sichtungen bitte melden!
Falls Sie Ansammlungen auffälliger Ameisen im öffentlichen Raum beobachten, melden Sie den Fund bitte mit Foto und genauer Örtlichkeit an unsere Schädlingsmeldung:
schaedlingsbekaempfung@vg-jockgrim.de
Für die Schädlingsbekämpfung auf einem Privatgrundstück ist der Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Da sich die Ameisenart schnell ausbreiten kann und oft mehrere Nester in der Umgebung bildet, ist es besonders sinnvoll, dass auch angrenzende Nachbargrundstücke in Maßnahmen einbezogen werden. Durch gemeinsames Vorgehen in der Nachbarschaft ist eine dauerhafte Eindämmung realistisch.
Was tun bei einem Befall?
Beobachten Sie, wo die Tiere genau auftreten (zum Beispiel Terrasse, Pflaster oder Wände). Haben Sie die Tiere oder deren Kolonien lokalisiert, können Sie folgende Mittel zur Bekämpfung einsetzen:
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Heißes Wasser: Kolonien in gut zugänglichen Nestern können mit heißem Wasser (über 95 °C) verringert werden.
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Kieselgur: Kieselgur stellt einen natürlichen Wirkstoff aus versteinerten Kieselalgen dar, der den Insekten die Feuchtigkeit entzieht.
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Natron und Essig: Hausmittel wie Natron oder Essig können die Arbeiterinnen-Ameisen vorübergehend eindämmen, reduzieren jedoch nicht die Kolonie und schädigen die Königin nicht.
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Professionelle Schädlingsbekämpfer: Bei einem größeren Befall, der nicht mehr mit heißem Wasser kontrolliert werden kann, wird empfohlen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für Schädlingsbekämpfer stehen wirkungsvollere Methoden zur Verfügung, um gegen die Tiere vorzugehen.
Es wird dringend davon abgeraten, die Ameisen mit Feuer zu bekämpfen. Derartige Versuche blieben bisher erfolglos und erhöhen einzig die Gefahr eines unkontrollierten Brandes.