Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Bundesverdienstkreuz am Bande für Prof. Karl-Heinz Deutsch

Minister Konrad Wolf (li): „Rheinland-Pfalz hat zwar keine Akademie der bildenden Künste, aber
es hat Jockgrim“. Darüber freuten sich mit Ortsbürgermeisterin Sabine Baumann, der
neue Träger des „Bundesverdienstkreuzes am Bande“ Prof. Karl-Heinz Deutsch sowie
Verbandsbürgermeister Karl Dieter Wünstel.

Januar 2018 - Professor Karl-Heinz Deutsch erhielt aus den Händen von Minister Wolf in Mainz das Bundesverdienstkreuz. Der Jockgrimer wurde für seine herausragendenVerdienste um das Zehnthaus
und die bildende Kunst auf Vorschlagdes Kuratoriums für Kunst und Denkmalpflege ausgezeichnet.
Für sein herausragendes Engagement im Bereich der Bildenden Kunst und der Kultur hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den in Jockgrim lebenden Prof. mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.„Es gibt in Rheinland-Pfalz immer wieder
Persönlichkeiten, die sich in außergewöhnlichem Maße für die Förderung von Kunst und Kultur engagieren. Sie, Herr Prof. Deutsch, sind eine solche Persönlichkeit und das Land Rheinland-Pfalz verdankt Ihnen viel. Vor dem Hintergrund Ihres außergewöhnlichen Engagements im Bereich der kulturellen Bildung sind wir heute zusammengekommen, um Sie zu ehren“, betonte Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, der die Auszeichnung in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute während einer Feierstunde in Mainz überreichte. Nach seiner in Jockgrim abgeschlossenen Lehre als Keramik-Modelleur absolvierte Karl-Heinz Deutsch ein Studium an der Staatlichen Akademie für Bildende
Künste in Karlsruhe. Seit 1965 ist er hauptberuflich als freischaffender Künstler tätig und setzt sich in seinem künstlerischen Werk intensiv mit Architektur und Bauplastik auseinander. So realisierte er über 75 Aufträge für Kunst am Bau, u. a. den Januskopf für die Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin. Auch erhielt er für sein künstlerisches Schaffen 1972 den Pfalzpreis für Plastik und 1978 den Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz. In Jockgrim richtete Prof. Deutsch im elterlichen Haus sein erstes eigenes Atelier ein, wo er über viele Jahre arbeitete und auch heute noch wohnt. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Künstler engagiert er sich seit vielen Jahren auch ehrenamtlich im Bereich der Kultur. Seit der Gründung des „Zehnthauses Jockgrim“
1975 als Begegnungsstätte, ist er dort in vielerlei Funktionen aktiv und hat den Ort kulturell geprägt. Allein von
1977 bis 2011 fanden dort rund 200 Ausstellungen aufgrund seines Engagements statt.

Kulturminister Wolf mit dem Geehrten im Kreise seiner Familie







   

Die Stiftung des Albert-Haueisen-Preises 1979 geht ebenso auf ihn zurück wie die Einrichtung des vierwöchigen Zehnthaus-Stipendiums, das seit 1983 alle zwei Jahre überwiegend an junge Künstlerinnen und Künstler, die zu gleichen Teilen aus Deutschland und dem europäischen Ausland kommen, vergeben wird.

Auf Karl-Heinz Deutschs Initiative hin entstand bei einem internationalen Symposium im Bürgerpark 1989 der Skulpturenweg Jockgrim, der gleichzeitig ein Teilstück des Skulpturenwegs Rheinland-Pfalz ist. Dieser wächst noch heute kontinuierlich durch die vom Land geförderten Bildhauersymposien, bei denen neue faszinierende Kunstwerke entstehen. Er selbst hat an vielen dieser Symposien mitgewirkt.

Mit der Übereignung von 44 Kunstwerken an die Stadt Germersheim im Jahr 2010, durch die Eheleute Waltraud und Karl-Heinz Deutsch, wurde die Grundlage des Skulpturenmuseums im Stadtpark Fronte Lamotte geschaffen. 22 Arbeiten des Jockgrimer bereichern auch die Kunstsammlung des Landes Rheinland-Pfalz.

„Lieber Herr Prof. Deutsch, ich danke Ihnen sehr für Ihren kontinuierlichen Einsatz für die Bildende Kunst über einen so langen Zeitraum. Die Begeisterung, mit der Sie Verantwortung für die Gesellschaft wahrgenommen haben und immer noch wahrnehmen, ist beeindruckend und findet meine größte Anerkennung. Ich bin mir sicher, dass Sie Ihr Leben auch weiterhin mit so viel Schaffenskraft und Energie gestalten werden“, betonte Konrad Wolf und ergänzte: „Dieses Bundesverdienstkreuz soll heute Anerkennung und Wertschätzung Ihrer Verdienste sein.“