Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Ehrenamtskarte in der Verbandsgemeinde Jockgrim

v.l.n.r.: Ortsbürgermeister Gerhard Beil, Beigeordneter Gerfried Sand, Ortsbürgermeisterin Sabine Baumann, Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin, Ministerialdirektorin Inge Degen und Bürgermeister Uwe Schwind

 

 

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Verbandsgemeinde Jockgrim zur Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz

Am Mittwoch, den 20. April 2016, wurde von Ministerialdirektorin Inge Degen, Ständige Vertreterin des Chefs der Staatskanzlei Mainz und Bürgermeister Uwe Schwind, im Beisein von Ortsbürgermeisterin Sabine Baumann sowie den Ortsbürgermeistern Karlheinz Henigin, Gerhard Beil und dem Beigeordneten der Verbandsgemeinde Gerfried Sand, zugleich Vertreter der Ortsgemeinde Neupotz, im Ziegeleimuseum in Jockgrim die Kooperationsvereinbarung zur Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte des Landes Rheinland-Pfalz in der Verbandsgemeinde Jockgrim unterzeichnet.

Als 60. Kommune hat die Verbandsgemeinde Jockgrim die landesweite Ehrenamtskarte eingeführt. Gleichzeitig ist die Verbandsgemeinde Jockgrim die erste Kommune im Landkreis Germersheim, welche die Kooperationsvereinbarung für die Ehrenamtskarte unterschrieben hat. „Wir alle wissen, dass ohne den freiwilligen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger unser soziales, kulturelles, aber auch unser politisches Zusammenleben nicht funktionieren würde“, sagte die Ministerialdirektorin. Aus diesem Grund habe Ministerpräsidentin Malu Dreyer eine landesweite Ehrenamtskarte auf den Weg gebracht. „Die Vergünstigungsliste wächst mit der Anzahl der mitmachenden Kommunen und so wird die Karte immer attraktiver, zumal Inhaberinnen und Inhaber sie in ganz Rheinland-Pfalz nutzen können“, so Inge Degen. Bereits jetzt könnten etwa 46 Prozent der Rheinland-Pfälzer eine Ehrenamtskarte bekommen, knapp 1.300 Karten seien bereits ausgestellt worden. Sie wünschte allen ehrenamtlich Engagierten in der Verbandsgemeinde Jockgrim weiterhin viel Freude bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit und viel Spaß bei der Nutzung der Ehrenamtskarte.

„Wir freuen uns sehr über die Einführung der Ehrenamtskarte für unsere ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde Jockgrim, weil es ein Zeichen der Anerkennung für eine ganz wichtige Gruppe unserer kommunalen Gemeinschaft ist, wie wir jetzt aktuell an der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit wieder sehen können“, stellte Bürgermeister Schwind fest. Er habe höchsten Respekt vor jeder ehrenamtlichen Tätigkeit zugunsten unserer Gesellschaft und es sei aus seiner Sicht eine Selbstverständlichkeit, dass die Gemeinschaft gerade diesen Menschen ein kleines „Dankeschön“ zurückgebe. „Die damit zusammenhängenden Vergünstigungen sind schön, stehen aber für den einzelnen Engagierten bestimmt nicht im Vordergrund, sondern bestätigen nur den einmal eingeschlagenen Weg für die Gemeinschaft da sein zu wollen“, so Bürgermeister Schwind abschließend.

Die Ehrenamtskarte verbindet Anerkennung und Wertschätzung mit geldwerten Vergünstigungen und ist für Ehrenamtliche kostenlos.
Die Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz entstand in Zusammenarbeit mit Kommunen
und privaten Partnern zur Förderung und Unterstützung von bürgerlichem Engagement. Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 16 Jahre alt ist, sich durchschnittlich mindestens 5 Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung erhält. Die Inhaberin beziehungsweise der Inhaber der Karte kann die Vergünstigungen dann landesweit, also nicht nur in der eigenen Kommune, in Anspruch nehmen. So erhalten Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte zum Beispiel 50 Prozent Ermäßigung auf den Eintritt für die Landesmuseen in Trier, Koblenz und Mainz sowie die staatlichen Burgen und Schlösser. Die Karte ist auf zwei Jahre befristet und kann dann erneut beantragt werden. Aktuelle Infos zur Ehrenamtskarte sind im Internet auf der Seite www.wir-tun-was.de des Landes zu finden.

Mit der nun geschlossenen Kooperationsvereinbarung wurde die Voraussetzung geschaffen, dass ehrenamtlich Engagierte aus der Verbandsgemeinde Jockgrim die Ehrenamtskarte des Landes Rheinland-Pfalz beantragen können.

Die Verbandsgemeinde Jockgrim selbst betreibt keine eigenen öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbad, Bücherei und Kultureinrichtungen. Jedoch haben die Ortsgemeinden Jockgrim, Rheinzabern und Neupotz mit entsprechenden Ratsbeschlüssen dem Beitritt zur Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz zugestimmt und die Bereitstellung ortsspezifischer Vergünstigungen in einigen ihrer Einrichtungen für alle Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte landesweit ermöglicht. Für die Ortsgemeinde Hatzenbühl ist zukünftig noch eine Bereitstellung von Vergünstigungen vorgesehen; auf die sofortige Möglichkeit der Antragstellung durch ehrenamtlich Engagierte aus Hatzenbühl hat dies jedoch keine Auswirkung.

Die von der Staatskanzlei ausgestellten Karten werden dann von den Ortsbürgermeistern im Rahmen einer Feierstunde an die Ehrenamtlichen überreicht.

Als Vergünstigungen für Inhaberinnen und Inhaber der landesweiten Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz werden in der Verbandsgemeinde Jockgrim die nachfolgenden Leistungen durch die jeweilige Ortsgemeinde zur Verfügung gestellt:

Ortsgemeinde Jockgrim:

  • 50% Ermäßigung auf die Tages-Eintrittskarte für den Baggersee „Johanneswiesen“
  • Freier Eintritt in die Dauerausstellung des Ziegeleimuseums Jockgrim

Ortsgemeinde Rheinzabern:

  • Preisnachlass von 15% auf alle kostenpflichtigen Kurse der Volkshochschule Rheinzabern
  • Freier Eintritt in das Terra Sigillata Museum Rheinzabern

Ortsgemeinde Neupotz:

  • Preisnachlass von 15% auf alle kostenpflichtigen Kurse der Volkshochschule Neupotz.

Flyer und Anträge zur Ehrenamtskarte sind bei der Verbandsgemeindeverwaltung Jockgrim, Untere Buchstr. 22 in 76751 Jockgrim, bei Frau Jutta Bauer, Telefon Nr. 07271-599148, E-Mail: j.bauervg-jockgrimde zu erhalten.


Weitere Informationen finden Sie unter: www.ehrenamtskarte.vg-jockgrim.de

Ministerialdirektorin Inge Degen und Bürgermeister Uwe Schwind bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung