Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Schulrat Büchner überreichte Claudia Schwab eine Urkunde des Landes

Die Feier zur Verabschiedung von Schulrektorin Claudia Schwab wurde mit Musik und dem Einzug der Schülerinnen und Schüler der St. Wendelinus Grundschule Hatzenbühl eröffnet. Für die Begrüßung der geladenen Gäste hatten sich die Verantwortlichen etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Diese wurden von Kindern der Grundschule St. Wendelinus mit einer offiziellen Begrüßung angenehm überrascht.
Schulrat Stefan Büchner verabschiedete Frau Claudia Schwab aus ihrem aktiven Dienst und ließ dabei nochmals wichtige Stationen ihres Berufslebens Revue passieren. Dabei zitierte er auch Schwab´s dienstliche Beurteilung als Konrektorin an der Grundschule in Maximiliansau, vor ihrem Wechsel zur Grundschule nach Hatzenbühl. Darin wurde beschrieben, „dass Gespräche mit Claudia Schwab über pädagogische Probleme sehr anregend und interessant sein können. Geführte Gespräche seien vermittelnd und ausgleichend und sie habe noch Leistungsreserven“. Dies sei bezeichnend für Claudia Schwab, welche durch ihre geleistete Arbeit der Grundschule Hatzenbühl zu Mehrwert verholfen habe, so Schulrat Büchner in seiner Rede. Schwab habe, trotz fehlenden Konrektors, ihre Arbeit an ihrer Schule konsequent und unaufgeregt erledigt und dabei immer das Wohl der Schülerinnen und Schüler im Blick gehabt. In Kooperation mit der Schulelternschaft gelang es ihr auch, die Ganztagsschule in Hatzenbühl einzurichten.

Als zweiter Redner verabschiedete Bürgermeister Uwe Schwind die Schulleiterin. Dies sei eine besondere Ehre für ihn, zumal er und Frau Schwab eine persönliche Beziehung zueinander haben. So haben beide ihre gemeinsamen Wurzeln in der Ortsgemeinde Rheinzabern und ihre beiden Elternhäuser stehen nicht weit voneinander entfernt. In ihrer Zeit ab Schuljahr 2004/2005 als Rektorin an der St. Wendelinus Grundschule in Hatzenbühl hat Schwab diese Schule besonders geprägt. Schwab habe die Traditionen in Hatzenbühl gepflegt, aber auch einige Neuerungen durchgesetzt. Tradition und Kontinuität sind in Hatzenbühl sehr präsent. Augenzwinkernd verwies Schwind auf die Namensfolge bei Schulleiterinnen und Bürgermeistern. So folgte die jetzige Schulleiterin Claudia Schwab der ehemaligen Schulleiterin Helga Schwab und der jetzige Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin dem vorherigen Ortsbürgermeister Reiner Henigin. Als Neuerung habe Schwab den Umbau des Schulhofes mit einem riesigen Piratenschiff vorangetrieben und sich den daraus entstandenen Konflikten gestellt. In ihre Zeit fiel auch der Umbau der Grundschule Hatzenbühl mit einem Gesamtvolumen von ca. 1 Million Euro, welcher die Schule baulich zukunftsfest gemacht hat. Das Meisterstück sei ihr in den Jahren 2015/2016 mit der Errichtung der Ganztagsschule in Angebotsform gelungen. Die Durchsetzung und der Wunsch nach einer Ganztagsschule war auch ein Wunsch der Verbandsgemeinde Jockgrim. Schwab erreichte dies zielstrebig mit Durchhaltevermögen, Konsequenz und Mut. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie dabei von ihrem Lehrerkollegium und den Mitgliedern des Hatzenbühler Schulelternbeirates. Schwind erinnerte sich darüber hinaus an harte Haushaltsverhandlungen mit ihm als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim. Dies hat jedoch keinen negativen Einfluss auf ihre bestehende Beziehung gehabt, so Schwind weiter. Claudia Schwab habe mit ihrem unermüdlichen Einsatz sehr viel für die Grundschule St. Wendelinus Hatzenbühl getan und erreicht. Dafür gebühre ihr der Dank der Verbandsgemeinde Jockgrim, verbunden mit den besten Wünschen zum wohlverdienten Ruhestand, so Schwind am Ende seiner Verabschiedung.

Einer guten Tradition unter Schulleitern folgend, überreichten Marika Rossell, Schulleiterin der Grundschule „An der Römerstraße“ in Rheinzabern und Dominique Hartmann, der zukünftige Schulleiter der Grundschule „St. Wendelinus“, stellvertretend eine prall gefüllte Schultüte mit besonderen Erinnerungsstücken aus ihrer gemeinsamen Zeit im beruflichen Schulalltag. Weiterhin erhielt Claudia Schwab noch einen Korb voller Erinnerungsstücke aus ihrer früheren Maximiliansauer Schule, überbracht von der jetzigen Schulleitung.

Für den Schulelternbeirat bedankte sich Stefan Wünstel für die gute gemeinsame Zusammenarbeit. Mit ihrer Arbeit habe Claudia Schwab die Ganztagsschule in Angebotsform in Hatzenbühl geprägt und zum Erfolg geführt. Dies sei auch als ein Erfolg für die Schülerinnen und Schüler sowie für deren Zukunft zu werten. Der Schulelternbeirat habe zusammen mit der Schulleiterin viel erreicht, aber man habe natürlich noch genügend Ziele, die man jetzt gemeinsam mit dem neuen Schulleiter, Dominique Hartmann, verfolgen werde.

Nicole Stachel, die Tochter von Claudia Schwab, bedankte sich im Namen der Familie. So habe ihre Mutter Privat- und Berufsleben immer meisterlich “unter einen Hut bringen können“, was sie als Tochter sehr zu schätzen wusste.

Das Lehrerkollegium brachte zusammen mit allen weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schule seine Wertschätzung gegenüber Claudia Schwab mit dem selbst verfassten Lied „Schule ade“ zum Ausdruck. Natürlich waren hier ebenfalls alle voll des Lobes über Claudia Schwab. Sie beschrieben sie als Chefin und Respektsperson in einem, welche ihre Mitarbeiter verschiedentlich mit selbstgekochtem Essen kulinarisch verwöhnte.

Zum Schluss bedankte sich die von so viel Ehrungen sichtlich berührte Schulleiterin bei allen Schülerinnen und Schülern, den Kolleginnen und Kollegen und den vielen Helfern, für die gelungene und auf sie persönlich abgestimmte Feier. Ihr Dank galt ihrer Familie und all denjenigen, welche sie in den vergangenen Jahren beruflich und privat in Höhen sowie in Tiefen unterstützt und begleitet haben. Ohne diese vielfältigen Hilfen wäre ihre Arbeit so nicht möglich gewesen. So sei sie vielleicht für den Einen oder Anderen auch etwas anstrengend gewesen, z.B. bei der Durchsetzung neuer Ideen. Jedoch wären ohne diese Beharrlichkeit einige ihrer gesteckten Ziele nicht erreicht worden. Oft beneidet wurde sie auch für ihr gutes Team an der Grundschule in Hatzenbühl.
Schule ist für Claudia Schwab ein Ort zum Lernen und Wohlfühlen mit positiven und erbaulichen Erfahrungen für die Schülerinnen und Schüler. Die vergangenen 13 Jahre habe sie sehr gerne die täglichen Herausforderungen gemeistert. Auch falle ihr der Abschied sehr schwer. Mit einem „Ade, ich geh!“ beendete sie ihre Rede und den offiziellen Teil der Verabschiedung.