Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Bürgermeister Uwe Schwind verabschiedet

Bürgermeister Uwe Schwind blickt mit positiven Erinnerungen auf seine Amtszeit als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim zurück.

Dezember 2017 - Bürgermeister Uwe Schwind wurde im Rahmen eines Bürgerempfangs im Ziegeleimuseum Jockgrim am vergangenen Samstag verabschiedet. Offiziell endet seine 16-jährige Amtszeit am 31. Dezember 2017. Bis dorthin nimmt er Urlaub und sein Nachfolger, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Jockgrim, Karl Dieter Wünstel, übernimmt bereits einen Monat früher die Amtsgeschäfte. Als Hauptredner der Veranstaltung hatte sich Schwind Ministerpräsident a.D. Kurt Beck gewünscht. Zahlreiche Gäste waren erschienen, darunter die Beigeordneten der Verbandsgemeindeverwaltung, die Ortsbürgermeister der vier Ortsgemeinden, amtierende und ehemalige Bürgermeister und Ortsbürgermeister sowie Vertreter der Feuerwehr und Schulen. Stellvertretend genannt für alle erschienen Gäste seien die Vizepräsidentin des Landtags Barbara Schleicher-Rothmund, Dr. Thomas Gebhart (MdB), Thomas Hitschler (MdB) und Martin Brandl (MdL).

"Voices of Joy" sorgte für ein stimmungsvolles Rahmenprogramm

Der Jockgrimer Kinder- und Jugendchor Voice of Joy unter Leitung von Martina Preuss sorgte im schönen Ambiente des Ziegeleimuseums für ein stimmungsvolles Rahmenprogramm. Statt Geschenken hatte sich Schwind eine Spende für die „Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen e.V., Kreisvereinigung Germersheim“ erbeten, deren langjähriger, ehrenamtlicher Vorsitzender er ist.
    
    

Begrüßung und Dankesworte durch Karl Dieter Wünstel

Karl Dieter Wünstel, Erster Beigeordneter und Nachfolger von Bürgermeister Uwe Schwind, begrüßte die Gäste und überbrachte stellvertretend für die Gäste Dankesworte an Uwe Schwind
    
  

  
       
    
  

Während der letzten 16 Jahre habe Uwe Schwind der Verbandsgemeinde Jockgrim zweifellos seinen individuellen Stempel aufgedrückt, stellte Karl Dieter Wünstel bei seiner Begrüßung fest.  Beispielhaft für viele Projekte, die Schwind während seiner Amtszeit mit begleitet hatte, nannte Wünstel die Zentralkläranlage, die Sanierung und Erweiterung der Grundschulen, die Einrichtung der IGS, drei Ganztagschulen in Angebotsform, die Mensa in der damaligen Römerbadschule, die Eröffnung der Stadtbahn, die Zertifizierung als energieeffiziente Kommune, den Bau der Hochwasserrückhaltung Wörth/Jockgrim sowie die Weiterentwicklung des Einwohnermeldeamts zum Bürgerbüro mit bürgernahen Öffnungszeiten und die Zertifizierung der Verwaltung als familienfreundlichen Betrieb. Als Chef der Verwaltung sei er von den qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei tatkräftig unterstützt worden. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Jockgrim seien technisch gut aufgestellt und hätten einen guten Ausbildungsstand erreicht.  Wünstel bedankte sich im Namen der Beigeordneten, der vier Ortsbürgermeister, des Verbandsgemeinderates, der Ortsgemeinderäte und der Mitarbeiter für die 16-jährige Arbeit als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim und überreichte als Geschenk einen Gutschein für eine Fahrt mit der Lusoria Rhenana und einen Gastronomiegutschein.

„Der Lotse geht von Bord“

Mit diesem Zitat unter einer Karikatur des englischen Magazins Punch zum Abgang von Otto von Bismark im Jahr 1890 würdigte der Vorsitzende des Regionalfeuerwehrverbandes Vorderpfalz, Hans-Georg Balthasar, das langjährige Engagement von Schwind für die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Jockgrim. Es sei ihm eine besonders große Freude, Schwind mit der Ehrenmedaille des deutschen Feuerwehrverbandes auszuzeichnen. Die Ehrenmedaille ist die höchste Auszeichnung des Feuerwehrverbandes für Personen, die der Feuerwehr nicht aktiv angehören.

Das Amt des Bürgermeisters ist Ehre und Herausforderung zugleich

Anstatt mehrerer Redner wünschte sich Bürgermeister Uwe Schwind Ministerpräsident a.D. Kurt Beck als Hauptredner
   
    
  
    
  
    
   
   
    

Ministerpräsident a.D. Kurt Beck kennt Schwind seit er im Alter von 15 Jahren bei den Jungsozialisten der SPD aktiv geworden ist. Mit seinem anfangs ungestümen Auftreten auf der politischen Bühne habe er sich im Laufe der Jahre die notwendigen Grundlagen für seine Tätigkeit als Bürgermeister am Gymnasium Wörth, durch sein Jurastudium mit Schwerpunkt Verwaltung, durch seine Arbeit als Verwaltungsjurist bei der Stadt Ludwigshafen und durch ehrenamtliches Engagement für die Lebenshilfe, die AWO und die Gewerkschaft VERDI selbst erarbeitet. Während seiner Amtszeit habe Schwind großen Wert gelegt auf ein kollegiales Miteinander zwischen den Bürgermeistern, den Räten und den Mitarbeitern. Bei der Erfüllung seiner Aufgaben habe er am Prinzip der Bürgernähe konsequent festgehalten.
Für Beck ist das Amt des Bürgermeisters Ehre und Herausforderung zugleich. Dabei sei ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen konstruktiver Kritik an der Arbeit und Dank für das Engagement des Amtsinhabers besonders wichtig. Nur so könnten auch zukünftig Menschen für ein politisches Amt gewonnen werden, bekräftigte Beck. In diesem Sinne bedankte er sich bei Schwind für seine Arbeit, wünschte ihm für die kommende Zeit alles Gute und ermunterte ihn, sich weiterhin für eine gute Sache zu engagieren.

Eine spannende Zeit als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim geht für Uwe Schwind zu Ende

In lockerer Atmosphäre wurde Bürgermeister Uwe Schwind am vergangenen Samstag im Rahmen eines Bürgerempfangs verabschiedet
    
    
    
   
    
    
  

In seiner Abschiedsrede bekannte Schwind, dass er dem Ende seiner Amtszeit nicht ohne ein „weinendes Auge“ entgegensieht. Die Zeit als Bürgermeister sei für ihn spannend gewesen. Im Laufe der 16 Jahre habe er viele Erfolge, aber auch herbe Niederlagen erlebt. Bei seinen Entscheidungen stand für ihn im Vordergrund, gemeinsam mit allen Akteuren vor Ort das Beste für das Gemeinwohl zu erreichen. Ein Paradebeispiel hierfür sei die Feuerwehr, auf die er sich immer verlassen konnte. Stellvertretend für die anderen Projekte, die Karl Dieter Wünstel bereits bei der Begrüßung aufgezählt hatte, nannte Schwind die Einrichtung der IGS als Projekt, auf das er besonders stolz ist: im Jahr 2018 werden die ersten Absolventen an der IGS Rheinzabern ihre Abiturprüfung ablegen. Auf die Frage hin was er zukünftig tun wird, könne er noch keine Antwort geben. Er sei sehr gerne Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim gewesen und möchte seine Amtszeit erst zum Abschluss bringen, bevor er sich  neuen Herausforderungen stellt. Eines wisse er sehr genau: er werde nur etwas tun, was ihm auch wieder Spaß macht.

Zum Schluss bedankte sich Schwind bei den Beigeordneten, bei den vier Ortsbürgermeistern, dem Verbandsgemeinderat, den Ortsgemeinderäten, dem Beirat für Migration und Integration, dem Seniorenbeirat und allen Partnern der letzten Jahre für die konstruktive Zusammenarbeit. Auch bei den Mitarbeitern der Verbandsgemeindeverwaltung bedankte er sich: bei Eva Krause und ihrem Team für die Organisation des Empfangs, bei Büroleiter Thomas Merz und den Abteilungsleitern sowie bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Aufrichtig freute er sich auch, dass Gunda Seither, die 15 Jahre lang in seinem Vorzimmer arbeitete, zur Verabschiedung gekommen war. Besondere Dankesworte gingen auch an seine Schwester Ruth Schwind und an Martina Bouché für deren private Unterstützung.

 

 

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