Gefahrenlagen & Verhalten
Allgemeine Hinweise
Sie können durch ihr richtiges Verhalten wichtige Beiträge zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit ihrer Nachbarn leisten. Die Selbsthilfefähigkeit jedes Einzelnen ist entscheidend, um das Risiko so gering wie möglich zu halten.
- Bitte nehmen Sie Warnungen ernst.
- Halten Sie wichtige Ausweisdokumente, Notgepäck und Medikamente griffbereit.
- Sprechen Sie mit Nachbarn Gefahrenzeichen ab, um auch ohne Telefon kommunizieren zu können.
Wichtige und aktuelle Informationen zur Vorsorge sind veröffentlicht auf der Webseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe:
Feuer
- Wenn ein Feuer ausbricht, ist es wichtig, schnell und besonnen zu reagieren.
- Dabei gilt immer: Bringen Sie sich nicht in Gefahr!
- Wenn ein Brand entsteht: Löschversuche und Feuerwehr unter 112 rufen.
- Zimmer bzw. Wohnung umgehend verlassen und Türen schließen.
- Niemals den Aufzug benutzen.
- Am Treppengeländer festhalten, um nicht von anderen fliehenden Menschen umgestoßen zu werden.
- Wenn das Verlassen der Wohnung unmöglich ist, Wohnungstüre geschlossen halten.
- Türen mit feuchtem Tuch abdichten.
- Wenn die Möglichkeit besteht, am Fenster oder auf dem Balkon zur Straße auf die Feuerwehr warten und bemerkbar machen.
- Versuchen Sie niemals, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen. (Gefahr von sogenannten Fettexplosionen). Die bessere Wahl ist – falls noch möglich – der Pfannendeckel.
Ursachen für Brände:
- Fehler in der Elektrizität
- feuergefährliche Arbeiten
- Unachtsamkeit im Haushalt
- Fahrlässigkeit beim Grillen
- Überhitzung von Elektrogeräten, etc.
Brandrisiken reduzieren:
• Lassen Sie offenes Feuer wie Kerzen nie unbeaufsichtigt.
• Achten Sie darauf, dass die elektrischen Geräte und Anlagen im Haus in Ordnung sind. Tauschen Sie defekte Geräte und alte Steckdosenleisten aus.
• Überlasten Sie Mehrfachsteckdosen nicht.
• Entfernen Sie im Keller leicht brennbares Material.
• Entrümpeln Sie regelmäßig den Dachboden und entfernen Sie besonders brennbares Material aus den Ecken und Dachschrägen.
Feuerlöscher:
- Gesetzliche Vorgaben beachten
- Fragen Sie hierzu Ihre örtliche Feuerwehr: www.feuerwehr.vg-jockgrim.de
- Regelmäßige Wartung
- Lassen Sie sich zeigen, wie Sie Feuerlöscher oder Löschspray richtig einsetzen und probieren Sie es aus
Feuerlöscher und Löschspray helfen nur in der Entstehungsphase eines Brandes. Schließlich ist die Löschdauer begrenzt. Bringen Sie sich deshalb bei einem Löschversuch nicht selbst in Gefahr.
Rauchmelder retten Leben:
Richtig installierte Rauchmelder können Leben retten, indem sie Bewohnerinnen und Bewohner rechtzeitig warnen und diese sich in Sicherheit bringen können.
Für Gehörlose gibt es Geräte mit Blitzlicht oder Vibrationsalarm. Beim Einbau ist auf die Zertifizierung nach VDS und DIN EN 14604 sowie auf das Q-Label (höhere Qualität) zu achten.
Kohlenmonoxid-Melder:
Auch Kohlenmonoxid-Melder können eine sinnvolle Schutzmaßnahme sein, denn eine gefährliche Konzentration von Kohlenmonoxid kann nicht nur durch einen Brand entstehen.
Quelle und weitere Informationen:
https://www.bbk.bund.de
Extreme Hitze
Mögliche Gefahren bei extremer Hitze
Bei langanhaltender Hitze steigt die Gefahr von Hitzeschäden am Gebäude. Thermische Spannungen in Bauteilen können zu Formänderungen führen und Schäden verursachen. Kunststoffbauteile können sich verformen, Flachdächer können undicht werden. Von Stahlbetonwänden und -decken kann sich der Gipsputz lösen. Außerdem kann im Innern des Gebäudes das Raumklima zu warm werden. Große Fensterflächen lassen mehr Wärmestrahlung durch und erwärmen das Raumklima zusätzlich.
Wenn das Gebäude Mängel hinsichtlich der Anforderungen an Isolierung, Belüftung, Abschattung und Kühlung aufweist, besteht ebenfalls ein höheres Risiko. In Städten kann es zu einem Wärmestau kommen, der die Gebäude noch weiter belastet.
Vorbeugende Maßnahmen bei extremer Hitze
- Reduzieren Sie die Hitzebelastung von Gebäuden, indem Sie beispielsweise Fassaden oder Dächer begrünen und Bodenflächen entsiegeln. Auch Photovoltaikanlagen auf Dächern reduzieren die Wärmebelastung
- Verzichten Sie beim Bau eines Hauses auf unbeschattete Fensterflächen
- Verwenden Sie Baustoffe mit ausreichender Speichermasse, sie tragen zu einer thermischen Stabilisierung bei
- Bringen Sie Reflexionsfolien an Fenstern an
- Verwenden Sie Wärmeschutzfenster und Sonnenschutzvorrichtungen, zum Beispiel Markisen, um sich vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen
- Achten Sie auf eine richtige Wärmedämmung, sie begrenzt den Wärmedurchgang und verringert das Aufheizen der Innenräume
- Verwenden Sie für die Außenhülle des Gebäudes nur sonnen- und hitzebeständige Bauteile
- Pflanzen Sie schattenspendende Bäume und Sträucher um das Gebäude. Bei Bäumen achten Sie bitte wegen Windbruchgefahr auf ausreichenden Abstand zum Gebäude
- Installieren Sie ein Klimagerät, wenn die vorgenannten Maßnahmen nicht ausreichend sind
Verhalten bei extremer Hitze
- Nutzen Sie Sonnenschutzvorrichtungen
- Schließen Sie Fensterläden oder Rollläden bei starker Sonneneinstrahlung
- Schließen Sie am Tag die Fenster, sobald die Außentemperatur höher ist als die Innentemperatur
- Lüften Sie abends und in der Nacht, sobald die Außentemperatur niedriger als die Innentemperatur ist
Gesundheitsrisiken durch Hitze
- Hitzschlag & Sonnenstich
- Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel)
- Kreislaufprobleme
- Schlafstörungen
- Verschlechterung bestehender Krankheiten
So schützen Sie sich bei Hitze
Viel trinken:
- Mindestens 1,5-2 Liter Wasser pro Tag, bei Hitze mehr!
- Vermeiden Sie Alkohol, koffeinhaltige und stark gesüßte Getränke.
- Hier können Sie in Schifferstadt ihre Trinkflasche kostenlos auffüllen (Refill Seite)
Direkte Sonne vermeiden:
- Aufenthalt im Schatten bevorzugen
- Zwischen 11 und 17 Uhr möglichst drinnen bleiben
- Sonnenschutz verwenden: Sonnencreme, Hut, Sonnenbrille
- Kühle Orte aufsuchen: Waldfriedhof, Stadtpark. Die Kirchengemeinden stellen bei großer Hitze ihre Räumlichkeiten (Kirchen) zur Verfügung während den Öffnungszeiten
Wohnung kühlen:
- Fenster tagsüber geschlossen halten, lüften am frühen Morgen oder späten Abend
- Jalousien oder Vorhänge nutzen
- Ventilatoren oder Klimageräte verwenden
Besondere Vorsicht für Risikogruppen:
- Ältere Menschen spüren Durst oft nicht- regelmäßig an Trinken erinnern!
- Kinder im Kinderwagen oder Auto nie unbeaufsichtigt lassen!
- Medikamente können die Temperaturregulierung beeinflussen- im Zweifel ärztlich beraten lassen.
Notfall erkennen - Achten Sie auf folgende Warnzeichen:
- Starke Kopfschmerzen
- Schwindel oder Verwirrtheit
- Heiße, trockene Haut
Bei Verdacht auf Hitzschlag sofort 112 rufen!
Quelle und weitere Informationen:
https://bbk.bund.de
Stromausfall
Die Ursachen für einen - durchaus auch längerfristigen – Stromausfall können sehr vielfältig sein. Sturm, Blitzeinschläge, technische Defekte, aber auch im Zusammenhang mit der Energiekrise notwendigen Veränderungen in der Netzstruktur und starke Spannungsschwankungen können einen Stromausfall verursachen. Die Krisenplanung der Verbandsgemeinde Jockgrim greift ab einem Stromausfall von voraussichtlich länger als einer halben Stunde, unterhalb dieser Grenze werden keine Pläne erstellt, da die zu erwartenden Folgen / Auswirkungen dann überschaubar sind und für diese Störungen jeder Haushalt eigenverantwortlich vorsorgen sollte.
Bei Überschreitung der oben genannten zeitlichen Grenze kann es zu erheblichen negativen Auswirkungen auf das öffentliche Leben kommen. Deshalb sollten auch privat Vorbereitungen getroffen werden.
WAS passiert beim Stromausfall?
- Die Heizung fällt aus.
- Der Elektroherd funktioniert nicht.
- Kühl- und Gefrierschränke tauen ab.
- Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung können unterbrochen sein.
- Die Telefon- und Handynetze fallen aus.
- Radio, Fernseher, Computer, Internet fallen aus.
- Aufzüge fahren nicht mehr.
- Klingeln und Gegensprechanlagen fallen aus.
- Einbruchmeldeanlagen fallen aus oder melden „Fehlalarm“
- Geldabheben und Kartenzahlungen sind nicht mehr möglich.
- Eventuelle Schließung von Supermärkten
- Tankstellen funktionieren nicht mehr
HILFE bei Stromausfall:
Da aufgrund ausgefallener Telefon- und Handynetze keine Notrufe abgesetzt werden können, wird die Feuerwehr der betreffenden Gemeinden bei einem Stromausfall, der voraussichtlich länger als 30 Minuten dauern wird, die Feuerwehrgerätehäuser und nachfolgende Notfallhilfestellen als Anlaufstelle für die Bevölkerung einrichten:
Hatzenbühl:
- Feuerwehrhaus, Luitpoldstraße 81a
- Maxstraße – Höhe Einmündung Pfarrer-Frey-Straße
Jockgrim:
- Feuerwehrgerätehaus Jockgrim, Schillerstr. 21
- VR-Bank Südpfalz (Seniorenheim Babette Lu-dowici), Untere Buchstraße
- Seniorenheim Lina Sommer, Buchstraße
Neupotz:
- Feuerwehrhaus, Hauptstraße 74
- Spielplatz Hardtwald (Ecke Sandhol / Römer-platz)
Rheinzabern:
- Feuerwehrhaus, Neun-Morgen 1
- Parkplatz REWE-Markt, Jockgrimer Straße
Hier können Sie z.B. Brände oder Unfälle melden oder den Rettungsdienst/Notarzt/Polizei anfordern. Es erfolgen außerdem Kontrollfahrten von Feuerwehr und Ordnungsamt durch die betroffenen Gebiete und ggfs. Lautsprecherdurchsagen. Prüfen Sie, ob der Strom überall ausgefallen ist oder nur in bestimmten Räumen. Sprechen Sie mit den Nachbarn. Informieren Sie auch hilfsbedürftige ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund.
- Schalten Sie sofort alle elektrischen Geräte wie Herd, Bügeleisen, Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Heizdecken, Computer aus. Lassen Sie eine Lampe oder ein Radio als „Stromkontrollgerät“ an. So verhindern Sie den unkontrollierten Betrieb dieser Geräte nach beim Wiederkehren des Stroms. Außerdem kann, wenn viele Menschen alle ihre Geräte eingeschaltet lassen, dies zu einem erneuten Zusammenbruch der Stromversorgung wegen Netzüberlastung führen.
- Stromausfall ist kein Notfall. Die Notrufnummern der Polizei und der Feuerwehr bitte nur für Not-fälle benutzen. Die Notrufnummern dienen nicht zu Auskunftszwecken.
- Achten Sie auf das erhöhte Brandrisiko bei Stromausfall: Werden gasbetriebene Heiz- und Lichtquellen, Kerzen und dergleichen betrieben, besteht ein erhöhtes Brandrisiko bei unsachge-mäßem Umgang oder deren unbeaufsichtigtem Betrieb.
- Bei der Verwendung von offenen Flammen in Innenräumen, wie z.B. Kerzen und Gasflammen, muss auf eine ausreichende Lüftung geachtet werden.
NACH einem Stromausfall:
- Schalten Sie ihre Geräte nacheinander wieder ein und beschränken sie sich zunächst auf die unbedingt erforderlichen Geräte.
- Schalten Sie keine Geräte ein, die sich in Räumen befinden, die Feuchtigkeit ausgesetzt waren.
- Überprüfen sie die Lebensmittel im Kühlschrank und in der Tiefkühltruhe. Angetaute Lebensmittel könnten ungenießbar geworden sein.
- Beachten Sie, dass ein Stromausfall die Einstellungen von elektrischen Geräten beeinflusst haben kann. Kontrollieren sie daher Uhren, Wecker, Herd, Aquarium oder andere Geräte mit Zeitautomatik.
- Ergänzen Sie bei nächster Gelegenheit die verbrauchten Vorräte.
Quelle und weitere Informationen:
https://www.bbk.bund.de
Starkregen & Unwetter
Verhalten bei Unwetter
Wichtig ist auch das richtige Verhalten bei Unwetter. Achten Sie unbedingt auf die Unwetterwarnungen in den Medien. Unwettervorhersagen durch den Deutschen Wetterdienst können Sie auf www.dwd.de jederzeit online einsehen. Falls ein Unwetter bevorsteht, können Sie Folgendes tun, um sich und andere zu schützen: Meiden Sie unbedingt Orte, an denen Sie von herumfliegenden Gegenständen getroffen werden können. Gehen Sie bei Unwetter also niemals in den Wald oder halten sich in der Nähe von Häusern auf. Zu empfehlen ist, Schutz in einem stabilen Gebäude zu suchen. Wenn möglich, sichern Sie draußen bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc. So können Sie auch andere schützen. Wenn Sie sich draußen aufhalten und ein starker Hagelschauer eintritt: Legen Sie sich, wenn es nirgendwo Schutz gibt, mit dem Gesicht auf den Boden und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen!
Auch bei Gewitter sollten Sie Schutz in einem Gebäude suchen – allerdings sind Sie im Auto auch sicher. Bleiben Sie unbedingt von freien Flächen wie Feldern fern! Auch die Nähe zu Berggipfeln, Bäumen, Türmen, Masten, Antennen und Überlandleitungen sollte vermieden werden. Hier ist die Gefahr eines Blitzeinschlages besonders hoch.
Wenn Sie während eines Unwetters zu Hause sind, können Sie einige Vorkehrungen zu Ihrer Sicherheit treffen. Schließen Sie alle Fenster und nach Möglichkeit auch Rollläden und Ähnliches. Suchen Sie einen innen liegenden Raum im Erdgeschoss auf. Meiden Sie jedoch Kellerräume, da diese sehr schnell von Wasser geflutet und zu lebensbedrohlichen Fallen werden können. Außerdem ist es empfohlen, empfindliche Elektrogeräte vom Netz zu nehmen oder einen so genannten Überspannungsschutz zu verwenden.
Auch nach dem Unwetter gibt es einiges zu beachten: Ist jemand verletzt, leisten Sie Erste Hilfe und rufen Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst 112.
Vor dem Aufräumen sollten Sie genau kontrollieren und dokumentieren, was beschädigt oder zerstört worden ist. Vorsicht beim Betreten überfluteter Keller, es besteht die Gefahr eines Stromschlags, wenn der Hausanschlusskasten im Keller untergebracht ist. Nehmen Sie elektrische Geräte nur in Betrieb, wenn sie nicht feucht geworden sind.
Wenn das Gebäude stark beschädigt ist, bleiben Sie draußen und betreten Sie es erst wieder, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde. Wenn das Dach stark beschädigt ist, bleiben Sie vom Haus ausreichend weit entfernt. Rufen Sie die Feuerwehr 112 an.
Oberste Regel: Zuhause bleiben
Herabstürzende Äste oder Dachziegel, umherfliegende Gegenstände - bei einem schweren Sturm sind Sie im Freien vielen Gefahren ausgesetzt. Versuchen Sie daher Ihr Zuhause nur in Notfällen zu verlassen. Zuhause können Sie weitere Vorkehrungen treffen, um sich zu schützen:
- Schließen Sie bei Hagel und Wirbelstürmen die Fenster, Roll- oder Fensterläden und halten Sie sich von ungeschützten Öffnungen fern.
- Wenn noch ausreichend Zeit ist, sichern Sie draußen bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc.
- Suchen Sie einen innen liegenden Raum im Erdgeschoß auf. Meiden Sie jedoch Kellerräume, da diese sehr schnell von Wasser geflutet und zu lebensbedrohlichen Fallen werden können.
- Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie zum Beispiel Hallen.
- Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz oder verwenden Sie einen Überspannungsschutz. Entsprechende Geräte gibt es im Handel.
- Trotz aller Vorsicht kann es vorkommen, dass Sie von einem Unwetter überrascht werden, wenn Sie gerade nicht zuhause sind. Handeln Sie richtig, um sich zu schützen.
Im Freien:
- Meiden Sie ungeschützte Orte, an denen Sie von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnten.
- Suchen Sie Schutz in einem Gebäude und meiden Sie bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten.
- Bei Hagel legen Sie sich, wenn es nirgendwo Schutz gibt, mit dem Gesicht auf den Boden und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen!
- Suchen Sie bei Gewitter Schutz in einem Gebäude. Wenn kein schützendes Gebäude in Sicht ist, gehen Sie mit eng zusammen stehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.
- Meiden Sie bei Gewitter offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und lehnen Sie sich nicht an Zäune.
- Halten Sie bei Gewitter zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern ein.
- Vermeiden Sie bei Gewitter die Berührung von Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder.
Im Auto:
Im Auto sind Sie bei Gewitter sicher. Bleiben Sie also im Fahrzeug, aber berühren Sie keine blanken Metallteile.
Schutz für Tiere:
Denken Sie auch an Ihre Haus- oder Nutztiere. Tiere werden durch Unwetter stark verängstigt. Versuchen Sie, Ihre Tiere zu beruhigen und achten Sie darauf, dass sie geschützte Bereiche wie Wohnung oder Stall nicht verlassen können.
Vorsorge Hochwasser:
Behalten Sie die Ruhe und Besonnenheit. Prüfen sie im Haus, ob Ihre Vorsorgemaßnahmen ausreichen.
- Räumen Sie die Kellerräume, in die Grundwasser eindringen kann oder die volllaufen können, aus.
- Dichten Sie Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen ab.
- Schalten Sie elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab. Denken Sie an die Stromschlaggefahr. Schalten Sie den Strom gegebenenfalls komplett aus (Sicherung raus).
- Überprüfen Sie Rückstauklappen im Keller.
- Fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen.
- Achtung! Tiefgaragen können bei Hochwassergefahr zu tödlichen Fallen werden.
- Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen. Wasser im Motorraum macht viel kaputt. Der Katalysator mit einer Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zerspringt bei plötzlicher Abkühlung durch Wasser.
- Lassen Sie Ihr Fahrzeug abschleppen, wenn es bis über die Räder im Wasser steht.
- Helfen Sie anderen, aber bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
- Bringen Sie Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit.
- Beachten Sie die Anweisungen und Absperrungen
Quelle und weitere Informationen:
https://www.bbk.bund.de
Austritt von Gefahrstoffen
Zuhause
- Zuhause bleiben.
- Fenster und Türen schließen.
- Ventilatoren und Klimaanlagen ausschalten.
- Gegebenenfalls Passanten aufnehmen.
- Aufenthalt in geschützten Innenräumen.
- Radio und TV anschalten.
- Warn-Apps (NINA / KATWARN) beachten.
- Atemschutzmasken aufsetzen, wenn Gefahrstoffe eindringen könnten.
Unterwegs mit dem Auto
- Auf Durchsagen der Einsatzkräfte achten; in Gebäude zurückziehen.
- Möglichst quer zur Windrichtung bewegen.
- Fenster im Auto schließen und Belüftung ausschalten.
- Radio einschalten.
- Zum nächstmöglichen geschlossenen Gebäude fahren.
- Warn-Apps (NINA / KATWARN) beachten.
Vergiftung
Immer zu beachten: Womit wurde vergiftet, welche Symptome, wie heftig ist die Vergiftung
Vergiftung über den Verdauungstrakt
- Rettungsdienst rufen oder, wenn noch keine Anzeichen der Vergiftung bestehen
- Gift-Notruf wählen (063131/19240).
- Wenn die Person ansprechbar ist, deren Mund öffnen und versuchen, vorhandene Reste des Eingenommenen mit Finger auszuwischen.
- Reste des Eingenommenen oder Erbrochenen für den Arzt aufbewahren.
Gasvergiftung
- Betroffene zuerst aus der Gefahrenzone retten (sofern Sie sich dabei nicht selbst gefährden!) und an die frische Luft bringen.
Vergiftung mit Chemikalien über Augen und Haut
- Stelle mind. 10 Minuten mit kaltem, klarem Wasser spülen.
- Nie Kleidung von Betroffenen, die mit der Chemikalie getränkt ist, entfernen, da Haut mitgerissen werden kann.
Extreme Kälte
Mögliche Gefahren bei extremer Kälte:
Eine unzureichende Dämmung des Gebäudes wirkt sich nachteilig auf den Wohnkomfort und die Heizkosten aus. Ist die Heizungsanlage für extreme Minustemperaturen nicht ausgelegt, wird dann die notwendige Zimmertemperatur nicht erreicht. Bei fehlerhafter Dämmung können Kältebrücken zum Problem werden. An den kalten Innenflächen kann es zu Schimmelbildungen kommen.
Vorbeugende Maßnahmen bei extremer Kälte
- Bei Neubauten ist eine Wärmedämmung gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) bereits vorgesehen. Bei Bestandsbauten empfiehlt es sich, eine bausubstanzverträgliche Wärmedämmung nachzuholen. Sie senken damit Ihre Heizkosten und steigern den Wert Ihres Gebäudes. Bei der Außendämmung haben Sie die Möglichkeiten zur Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) oder der vorgehängten Fassade mit Hinterlüftung.
- Wenn Sie die Außenfassade aus Denkmalschutzgründen nicht verändern dürfen, bietet sich die Möglichkeit einer Innendämmung an.
- Bei der Dachdämmung haben Sie die Möglichkeiten der Zwischen- und Aufsparrendämmung sowie der Dämmung der obersten Geschossdecke.
- Denken Sie auch daran, Flachdächer über beheizten Räumen entsprechend zu dämmen.
- In unbeheizten Kellerräumen kann sich eine Wärmedämmung unter der Geschossdecke lohnen.
- Im Zuge einer energetischen Sanierung sollten Einfachverglasungen von Türen und Fenstern durch Isolierglas ersetzt werden.
- Isolieren Sie ungeschützte Wasserleitungs- und Heizungsrohre. Sie können durch Frostsprengung platzen.
Verhalten bei extremer Kälte
Eine Kältewelle wird im Allgemeinen als ein längerer Zeitraum von mindestens mehreren Tagen bezeichnet, während dem die Nacht- und Tagtemperaturen niedrig sind.
- Achten Sie auch im Winter auf ausreichende Lüftung (Sauerstoff), am besten durch automatisch gesteuerte Lüftungsanlagen oder durch Stoßlüften. Hierbei wird das Fenster nur wenige Minuten, dafür aber weit geöffnet.
- Drehen Sie Wasserleitungen im Freien und in nicht geheizten Gebäuden ab und entleeren Sie diese. So vermeiden Sie Rohrbrüche durch Eisbildung in den Leitungen Heizen Sie bedacht und achten Sie darauf, dass die Wohnräume nicht auskühlen
Quelle und weitere Informationen:
https://www.bbk.bund.de