Wenn Füße in silber und gold glänzen:
Großer Erfolg beim »Zu-Fuß-zur-Schule-Tag 2026«
Was für ein beeindruckender Anblick am „Zu-Fuß-zur-Schule-Tag“: Ganze 98,55 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Lina-Sommer-Grundschule in Jockgrim kamen an diesem Tag ganz ohne Elterntaxis aus. Sie kamen zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Rad, auch der Schulbus zählte. Kontrolliert wurde die „Anreise“ zur Schule mit einem „Zu-Fuß-zur-Schule“-Zettel, den die Kinder an einer der vier Stationen von Vertreter*innen des Schulelternbeirats abstempeln lassen mussten. Der Morgen war ein tolles Beispiel um zu zeigen, wie der Schulweg aussehen kann - steht aber gleichzeitig in starkem Kontrast zur täglichen Verkehrssituation vor der Schule, die viele als gefährlich empfinden.
Umso größer war die Freude über die gelungene und sehr erfolgreiche Aktion. Für ihren Einsatz wurden die Klassen natürlich geehrt: Insgesamt vergab die Schule 11 Mal Goldfüße (100% Teilnahme) und 3 Mal Silberfüße (Teilnahmequote über 90%). Sichtlich stolz nahmen die Klassensprecherinnen und Klassensprecher die Urkunden für ihre Klassen entgegen.
Von so viel Engagement zeigten sich auch die anwesenden Gratulanten, darunter Schulleiterin Nataly Rumler, die Vertreterinnen des Schulelternbeirates Sabrina Werling und Marina Mende, sowie Ortsbürgermeister German Guttenbacher und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Karl Dieter Wünstel begeistert. Alle Beteiligten hoffen nun, dass dieser Impuls nachwirkt und die Kinder auch im Alltag weiterhin mit Freude zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zur Schule kommen.
Als Anerkennung gab es von der Ortsgemeinde und der Verbandsgemeinde eine finanzielle Förderung. Damit werden die Busschule, der an diesem Tag aufgebaute Spieleparcours und neue Pausenspiele für die Kinder finanziert.
Bürgermeister Wünstel nutzte zudem die Gelegenheit, um die Kinder über die Sperrung der Turnhalle aufzuklären. In kindgerechten Worten erklärte er: „Ihr Kinder steht für uns an erster Stelle und eure Sicherheit ist uns am Wichtigsten. Die Hallendecke ist an einer Stelle etwas kaputt und bevor jemandem etwas auf den Kopf fällt, machen wir die Turnhalle zu und reparieren sie so schnell wir können.“ Die laute und zustimmende Reaktion der Kinder zeigte, dass die Botschaft angekommen war.
Ein Appell an die Vernunft der Eltern
Der Aktionstag macht einmal mehr deutlich, was täglich vor der Schule passiert: Riskante Wendemanöver mitten auf der Straße, in der Kurve zur Büchelberger Straße oder am Ende der Schelmenwaldstraße vor den gelben Verkehrspollern gehören leider zum Alltag. Die durch parkende Autos ohnehin schon enge Schelmenwaldstraße wird dadurch noch unübersichtlicher. Ein allgemein zu hohes Tempo und gefährliche Überholvorgänge sind keine Seltenheit. Die Schulleitung hat bereits mehrfach in Elternbriefen darum gebeten, diese gefährlichen Situationen zu vermeiden. Die Hoffnung bleibt, dass die positiven Erfahrungen des Aktionstages zu einem dauerhaften Umdenken führen.